„Weltklasse“ im Jubiläumsjahr

Premiere des 25. Wintervarietés in der Konzertscheune Calden

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Expertin im Verbiegen: Svetlana Belova zeigte ihr Kunst der Kontorsion am schwingenden Reifen über den Köpfen der Zuschauer in der Konzertscheune Calden.

„Nicht mit Worten zu beschreiben“, so kündigte Moderator Alexander Lehmann den Komiker Fabien Kachev bei der Premiere des Wintervarietés in Ehrsten an.

Ein Gefühl, das auch nach der beeindruckenden Gesamtdarbietung der Künstler bleibt, die am Donnerstag die Jubiläumssaison des Varietés in der Konzertscheune Calden eingeläutet haben.

Angefangen hatte es im Jahr 1995, berichtete Organisator Berthold Braun in seiner Begrüßung. An der Zahl der Besucher erkenne man wie die Zeit vergeht. Waren es vor 25 Jahren nur sechs zahlende Gäste gewesen, stand Braun am Premierenabend vor einer ausgebuchten Konzertscheune.

Die Gäste in der winterlich dekorierten Scheune führte Zauberkünstler Alexander Lehmann charmant von Akt zu Akt. Immer mit einem unterhaltsamen Trick im Ärmel, beziehungsweise in der Jackentasche oder im Weinglas. Der Nürnberger wusste sein Publikum mit Kartentricks und Gedankenlesen zu überraschen.

Carina und Leonid begeisterten die Gäste mit ihrer Show am Trapez und einem ausdrucksstarkem Tanz. Die be iden Artisten stammen aus Ahnatal.

Weniger wortgewand, dafür umso beeindruckender war der Komiker Fabien Kachev. „Die französische Antwort auf Mister Bean“, wie Lehmann ihn so treffend beschrieb, erzählte Geschichten durch perfekte Imitation von Geräuschen sowie ausdrucksvoller Mimik und Gestik. Seine Geschichten über Autofahrten mit widerspenstigen Kassetten und einem Jagdspaziergang mit einem vorlautem Hund steckten voll schwarzem Humor und endeten stets makaber.

Beeindruckend wurde es bei den Artisten. Svetlana Belova demonstrierte am schwebenden Reifen und auf der Bühne die Kunst der Kontorsion. Die Zirkusakrobatin kann sich hoch in der Luft sowie auf einem Arm stützend auf scheinbar unmögliche Art verbiegen.

Fabien Kachev überzeugte auch mit wenig Worten.

Carina und Leonid zeigten ihr Können am Trapez und in der Hand-auf-Hand-Darbietung, die einem kraftvollen und zugleich emotionalem Tanz gleicht. Gregoriy Lovygin brachte Schwung in die Scheune als er im Takt zu ACDC’s „Thunder“ in atemberaubender Geschwindigkeit mit zehn Bällen und mehr jonglierte.

Die Gäste klatschten begeistert Applaus und verweilten auch nach der zweieinhalbstündigen Show bei Essen und Trinken.

Moderator Alexander Lehmann führte durch den Abend. 

„Weltklasse“, kommentierte Frank Götte aus Meimbressen die Darbietung. Er gehörte zu den Fußballern, die Organisator Berthold Braun vor 25 Jahren eingeladen hatte, um den fast leeren Zuschauerraum der ersten Veranstaltung zu füllen. Seitdem ist er treuer Fan. Susanne Kokios aus Vellmar gefällt besonders die Abwechslung im Programm: „Mir hat jeder Akt richtig gut gefallen.“

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