Rätselhaftes Kunstprojekt kommt nach Gottsbüren

Bald auch in Gottsbüren? Aktionskünstler Ton Matton (links) vor der gestrickten Hausfassade in Wittenburg in Mecklenburg-Vorpommern. Damals ging es um eine „Potemkinsche Straße“, jetzt widmet sich der Künstler Gottsbüren. Foto: dpa

Gottsbüren. Das Dorf Gottsbüren soll in den nächsten Monaten Ort eines ungewöhnlichen Projektes sein: „The Production of Well Being..." („Das Schaffen von Wohlbefinden").

Es werde Künstler und Stadtplaner in den Ort bringen und die schönen Seiten Gottsbürens herausstreichen, sagt Trendelburgs Bürgermeister Kai Georg Bachmann.

Dass da etwas Verrücktes auf den 800-Einwohnerort zukommt, daran ließ der Bürgermeister keinen Zweifel. Bisher liegen auch nicht viele Fakten auf dem Tisch: Sicher ist, es handelt sich um eine Kooperation der Universität Linz, der Uni Kassel und des Büros Matton Office. Hinter Letzterem steht Stadtplaner und Künstler Ton Matton, der sich auch schon mit der Entwicklung von Ideen für die Gestaltung ruinöser Kleinstädte befasst hat.

Das Schlagwort ist dabei „potemkinsches Dorf“, also etwas, das herausgeputzt wird, um den tatsächlichen Zustand zu verbergen.

Hofft auf Vorteile für Gottsbüren: Bürgermeister Kai Georg Bachmann. Foto: privat

Trendelburg stelle für das Projekt die „Testumgebung zur Verfügung“, sagt Bachmann. Die Aktion werde „von der Überraschung leben“.

Ziel sei, Gottsbüren zu beleben und zu zeigen, dass die Einwohner trotz Problemen wie dem dort geplanten Salzspeicherbecken nicht benachteiligt seien. Man werde sich „auf die positiven Dinge konzentrieren“.

Wie das konkret aussehen kann, da gibt es nur Andeutungen: Konzerte, Kunstausstellungen und Theater sollen stattfinden.

Den Anfang machen 15 Kunststudenten aus Linz, die auf Feldbetten einziehen und „Gottsbüren beleben“ werden. Der Landkreis wird das Projekt mit Zuschüssen unterstützen.

Ob „The Production of Well Being...“ nun Quatsch sei oder dem Ort etwas bringen werde, das weiß selbst Bachmann nicht. Er hofft aber, dass man auf diesem Wege die Öffentlichkeit auf Gottsbüren aufmerksam macht, die man sonst nie erreichen würde.

Start für das Projekt ist am 5. März. (gör)

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