Reichlich Hokkaidos bei Kürbisernte

Halloween-Kürbisse stark gefragt: Niklas Koch verkauft Sandra Zimmermann einen Halloween-Kürbis. Seit 20 Jahren vertreibt Familie Koch Kürbisse. Auch sie waren mit der Ernte sehr zufrieden.

Kreisteil Hofgeismar. Die Landwirte der Region sind zufrieden mit dem diesjährigen Ertrag bei der Kürbisernte. Die Gewächse werden immer beliebter.

Hier und da leuchtet es noch orangefarben von den Feldern, doch im Großen und Ganzen ist die Kürbisernte so gut wie abgeschlossen. Mit zu den größten Kürbisbauern im Kreisteil Hofgeismar zählen Vasili Taucci und Gerhard Schwarz, die gemeinsam einen Biohof in Calden bewirtschaften.

„Bei uns ist die Ernte gerade in den letzten Zügen - denn wegen des guten Sommers konnten wir schon Anfang September beginnen“, sagt der 29-Jährige. 15 Hektar mit Hokkaido Kürbissen bauen die beiden Landwirte an. „Das ist einfach die Sorte, die sich am besten in der Biobranche vermarkten lässt“, erklärt Schwarz.

Hokkaido ist ein Alleskönner 

Schließlich sei der Hokkaido der absolute Alleskönner unter den Kürbissen, eigne sich für Suppen, Kürbisschnitzel und Kuchen und habe noch eine hohe Zuwachsrate. Hatten die beiden im vergangenen Jahr noch große Verluste wegen Mäusefraß, so hält sich dieses Problem aktuell in Grenzen. Es gebe immer noch reichlich Mäuse, doch mehr als 15 bis 20 Prozent Verlust hätten sie dieses Jahr nicht.

Neben den Nagern sorgte auch der Hagelschlag im Juli für Einbußen und schädigte einige ihrer Felder sehr. „Da wir im Mai säen sind die Pflanzen zu diesem Zeitpunkt in einer sehr empfindlichen Phase“, bemerkt der 66-Jährige. Sei das Pflänzchen dann etwas gewachsen, gäbe es in der Regel wenige Probleme, Kürbisse seien eigentlich ein unkompliziertes, robustes Gewächs.

Grundsätzlich war es für die Landwirte ein sehr gutes Kürbisjahr, da die Witterungsbedingungen überwiegend optimal waren. 20 000 Exemplare wachsen in Calden auf einem Hektar, die natürlich mit Unterstützung von Saisonarbeitern geerntet und gepflegt werden. „Probleme macht uns dabei der Mindestlohn, denn in unserer Branche braucht man viele Helfer.“

Zu Halloween gefragt 

Kürbis-Duo: Gerhard Schwarz (links) und Vasili Taucci bewirtschaften in Calden einen Biohof. Sie gehören zu den größten Kürbisanbauern im Kreisteil. Jetzt sind fast alle Früchte geerntet, nur noch vereinzelt haben sie Hokkaidos auf ihren Feldern. Fotos: Temme

Nicht ganz so viele, dafür aber an die 100 verschiedene Sorten an Kürbissen baut Peter Koch in Rixen an. „Auch für uns war es ein sehr gutes Kürbisjahr.“ Dicke Halloween-Kürbisse, aber auch grüne, weiße und gelbe Zierkürbisse kann man noch immer auf seinen Feldern sehen. Dazu zählen beispielsweise auch Muskatkürbisse, Gelbe Zenter oder Butternutkürbisse. Da Koch die Frucht auf Folie anbaut, sind auch seine Kürbisse überwiegend naturbelassen. Den Halloween-Kürbis baut er am häufigsten an. Schon vor 20 Jahren begann der Friedrichsthaler mit dem Anbau von Kürbissen. Mit den Caldenern gehört er hier zu den größten Vermarktern der Herbstfrucht. Natürlich geht auch in Rixen die Ernte dem Ende zu - gerade werden die Letzten eingeholt.

Dass Kürbisse ein absolutes Trendprodukt sind, zeigen auch die Statistiken: Laut einer Studie des Statistischen Bundesamtes wurden letztes Jahr 69 000 Tonnen Speisekürbisse eingeholt. Seit 2006 hat sich die Anbaufläche mehr als verdoppelt. Die Erntemenge hat im selben Zeitraum rund zwei Drittel zugenommen.

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