Reiki – durch Handauflegen Schmerzen lindern

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Reiki ist eine Methode, bei der durch das Auflegen der Hände Schmerzen gelindert werden sollen. Das ist jedoch nicht wissenschaftlich belegt.

Mit den Händen Heilkraft übertragen – diese Überzeugung ist in vielen Zivilisationen weit verbreitet. Wenn die Schulmedizin nicht weiterhilft, kann es sich lohnen, eine alternative Heilmethode auszuprobieren. Beim Reiki sollen die Hände Energieblockaden lösen. Ob das funktioniert, erfahren Sie hier.

Die meisten haben schon einmal davon gehört: Ein Heiler legt seine Hände einem anderen Menschen auf und verspricht so, dessen Leiden zu lindern. Dabei handelt es sich um Reiki, eine Methode, um "universelle Lebensenergie" durch die die Hände fließen zu lassen.

Zu Beginn des 20. Jahrhunderts entwickelte der japanische Mönch Mikao Usui (1865-1926) diese Form der Heilung. Das Wort selbst stammt aus dem Japanischen und wird "Ree-Ki" ausgesprochen. Übersetzt bedeutet es so viel wie "göttliche Energie". In der westlichen Welt verbreitete die Amerikanerin Hawayo Takata die Methode. Sie war die erste Meisterin außerhalb Japans. Seit den 1980er-Jahren ist die Methode auch in Deutschland bekannt.

Vielfalt der Anwendung

Die heilende Energie soll Blockaden lösen, die Schmerzen und Krankheiten verursachen können. Der Patient liegt dabei entspannt und vollständig bekleidet auf einer Matte. Dann legt der Therapeut seine Hände an bestimmte, für jede Krankheit typischen Körperpartien des Patienten auf.

Ein weiteres Arbeitsfeld ist die Selbstanwendung. Dabei legt sich ein Mensch selbst die Hände entweder systematisch oder intuitiv auf verschiedene Körperstellen auf. Das kann er jederzeit auch zwischendurch tun, sofern er eine Hand frei hat.

Hilfe bei Rheuma, Essstörungen und Burnout

Der Energiefluss dieser Methode soll die Selbstheilungsprozesse im Körper anregen. Oliver Klatt, selbst Meister, Herausgeber und Chefredakteur des Reiki-Magazins in Berlin, rät daher allen, die primär an Entspannung und Wellness interessiert sind, sich eher eine normale Massage geben zu lassen.

Die Menschen, die zu einem Reiki-Meister kommen, haben hingegen ganz unterschiedliche Beschwerden. Oft sind es chronische Leiden wie Rheuma oder Arthrose. Auch bei der Bekämpfung von Essstörungen wird die Lehre unterstützend angewendet. Manche Klienten, so werden die Behandelten genannt, sind einfach nur erschöpft und ausgebrannt. Viele fühlen sich nach der Behandlung wie aufgetankt. Dieser Zustand kann bis zu drei Wochen anhalten.

Nicht wissenschaftlich erwiesen

Eine wissenschaftliche Grundlage für diese Lehre gibt es allerdings nicht. Wenn Klienten trotzdem von einer positiven Wirkung berichten, ist dies auf eine gläubige Erwartungshaltung und die intensive Zuwendung zurückzuführen. Diese Haltung fließt in den sogenannten Placebo-Effekt ein. Auf ärztliche oder therapeutische Behandlung sollten sie nicht verzichten, betonen selbst Praktizierende immer wieder. Reiki diene lediglich dazu, Behandlungsformen zu ergänzen und zu unterstützen.

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