Spenden für Flutopfer

17 Festwagen bei Umzug in Vaake: Gute Stimmung an der Weser

Dabei mit altem Feuerwehrboot: Sebastian Most (von links), Jan Fraahs, Ralf Zierenberg und Falk Paul gaben am Boot bekannt „Reinhardshagen liegt am Fluss – der Hafen ist ein Muss“.
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Dabei mit altem Feuerwehrboot: Sebastian Most (von links), Jan Fraahs, Ralf Zierenberg und Falk Paul gaben am Boot bekannt „Reinhardshagen liegt am Fluss – der Hafen ist ein Muss“.

Dass es für einen Umzug durchs Dorf nicht unbedingt einer Kirmes bedarf, bewiesen am gestrigen Sonntagnachmittag mehr als hundert Akteure.

Vaake - Mit Bonbonregen, lauter Stimmungsmusik und jeder Menge gute Laune zauberten die Teilnehmer ein wenig Kirmesatmosphäre in Vaake, wo gewöhnlich am dritten Augustwochenende das Heimatfest stattfindet.

„Da wir vergangenes Jahr schon keine Kirmes hatten, habe ich den Entschluss gefasst, wenigstens einen kleinen Umzug auf die Beine zu stellen“, berichtet Organisator Thomas Auerswald. Dass am Ende 17 Wagen mit dabei sein werden, hatte sich der Reinhardshäger zu Beginn seiner Planungen nicht träumen lassen. „Als klar war, dass wir beim Umzug für die Flutopfer von Ahrweiler sammeln, haben sich immer mehr bereit erklärt, mitzufahren.“

Besonders stolz ist er darauf, dass es ihm auf den letzten Drücker gelang, sogar einen Musikzug zu engagieren. Mit echter Ohrwurmmusik verwöhnten die Musiker der Red Stars aus Hann. Münden die vielen Gäste am Straßenrand, von denen nicht wenige zu den Melodien mit einstimmten und manche sogar das Tanzbein schwangen.

Partymusik hatten auch die vier Kapitäne eines alten Feuerwehrbootes dabei, die mit folgenden Zeilen für einen Anleger warben: „Reinhardshagen liegt am Fluss – der Hafen ist ein Muss“. Mit ihrem „kleinen Floß“ waren die örtlichen Weserflößer dabei, die Unmengen an Bonbons fliegen ließen und mit Wasserpistolen die Schaulustigen erfrischten.

Sammeln für die Flutopfer: Der Umzug stand nicht nur für Spaß, sondern sollte auch helfen.

Am Ende des Zuges war das sogenannte Spendenmobil für die Flutopfer von Ahrweiler zu sehen, das vor allem aus einer großen alten Truhe bestand. „Die Menschen haben sich sehr großzügig gezeigt“, betonte Auerswald. Wie viel tatsächlich zusammengekommen sei, könne er erst in den nächsten Tagen sagen, wenn sie das Geld gezählt hätten. (Tanja Temme)

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