Wald soll Titel im Sommer bekommen

Antrag für Naturpark Reinhardswald vor Weihnachten

Kassel/Reinhardshagen. Der Reinhardswald soll Naturpark werden. An einem entsprechenden Antrag arbeitet der Landkreis Kassel seit diesem Sommer.

„Wir befinden uns jetzt in der Endphase – noch vor Weihnachten sollen die Unterlagen an das Hessische Umweltministerium gesendet werden“, berichtet Kreissprecher Harald Kühlborn. Die Genehmigung soll in der ersten Jahreshälfte 2017 erfolgen – als offizieller Start wird der 1. Juli anvisiert.

Durch die Gründung des Naturparks Reinhardswald solle der Tourismus in der Nordspitze Hessens gestärkt werden, erklärt Kühlborn. Beim Forstamt Reinhardshagen, das für die Bewirtschaftung des Waldes zuständig ist, rechnet man mit einer guten Zusammenarbeit. „Bei einem guten Miteinander lassen sich eventuelle Einschränkungen minimieren“, sagt der neue Leiter Dr. Markus Ziegeler.

Zur Organisation des Naturparks wird ein Trägerverein gegründet, in den die bereits bestehende Touristische Arbeitsgemeinschaft Märchenland Reinhardswald (TAG) eingegliedert werden soll. Mit an Bord sein werden der Landkreis Kassel und die Kommunen Grebenstein, Hofgeismar, Immenhausen, Trendelburg – und Liebenau. Denn in den Naturpark Reinhardswald soll auch das Diemeltal integriert werden. Unklar war zuletzt, ob sich auch Bad Karlshafen beteiligen wird. Die hoch verschuldete Weserstadt ist aus Kostengründen zum 30. September aus der TAG Reinhardswald ausgestiegen.

Nun muss der Landkreis Motivation und Konzept, das Gebiet und die Organisationsstruktur des Naturparks in einem überzeugenden, weit über 100 Seiten zählenden Antrag zusammenfassen. Dabei werden die in öffentlichen Veranstaltungen mit Beteiligung der Bürger erarbeiteten Ideen konkretisiert. Man stehe in ständigem Austausch mit dem Ministerium, so Kühlborn, damit der Antrag auf jeden Fall Erfolg haben werde.

Rubriklistenbild: © HNA

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