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Aus dem Reinhardswald in die Göttinger Hochschule

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Von: Bernd Schünemann

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Forstamtsleiter Dr. Markus Ziegeler im Reinhardswald.
Forstamtsleiter Dr. Markus Ziegeler im Reinhardswald: Ab Oktober bildet er an der Göttinger Hochschule angehende Führungskräfte für die Forstwirtschaft aus. Mitarbeiter, die in den Verwaltungen dringend gebraucht werden, sagt Ziegeler. © Bernd Schünemann

Nach sechs Jahren an der Spitze des Amtes wechselt Dr. Markus Ziegeler vom Forstamt Reinhardshagen an die Hochschule für angewandte Wissenschaft und Kunst in Göttingen.

Reinhardshagen – Der engagierte Forstmann wird dort ab sofort angehende Führungskräfte für die Forstverwaltung ausbilden. Forstliche Betriebswirtschaft gehört zum Rüstzeug für einen Forstamtsleiter. Der müsse „mit Knappheiten wirtschaften, um viel zu erreichen“, beschreibt Ziegeler augenzwinkernd diese Aufgabe. Dieses Wissen will er künftig den Studierenden in Göttingen vermitteln. Dabei kann er den Kontakt zwischen der Hochschule und dem Forstamt weiter halten.

„Bis an die Grenzen gefordert“

Sechs Jahre hat der 48-Jährige das Forstamt geleitet und war dort bis Freitag Chef von knapp 60 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern. Dazu gehören elf Revierförster. Geprägt war diese Zeit im Wald von Windwurf und Borkenkäferbefall. „Diese Ereignissen haben uns alle bis an unsere Grenzen gefordert und das Gesicht des Waldes verändert“, blickt Ziegeler zurück. Mit seinen Mitarbeitern konnte Ziegeler nur noch zusehen, wie tausende Hektar Wald vernichtet wurden. Die Aufforstung der Flächen bestimmt seither die Arbeit in dem Reinhardshäger Forstamt. Rund 5000 Hektar wurden zerstört, 700 konnten bisher wieder aufgeforstet werden.

Vor kurzem wurde Ziegeler im Mitarbeiterkreis verabschiedet. Regionalleiter Martin Klein dankte im Namen von Hessen Forst für Ziegelers Einsatz. Die Arbeit und die Erfolge seien nur gemeinsam im Team aller Mitarbeiter möglich gewesen, dankte Ziegeler den Mitarbeitern im Forstamt.

Ziegelers Wunsch: Den Reinhardswald erhalten

Aus Ziegelers Sicht ist der Reinhardswald als naturnahe Kulturlandschaft „eine Besonderheit für ganz Mitteleuropa“. Er wünscht sich, „dass diese Besonderheit nicht nur von der Gesellschaft, sondern auch von den politischen Entscheidungsträgern erkannt und für kommende Generationen erhalten wird“.

Den Wohnort muss Ziegeler nicht ändern, wenn er seine Lehrtätigkeit in Göttingen aufnimmt. Die Familie wohnt im Mündener Stadtteil Volkmarshausen. Dort hat die Familie Wurzeln geschlagen, der Forstmann ist dort auch Ortsbürgermeister. Dieses Amt behält er auch nach dem Wechsel nach Göttingen. (Bernd Schünemann)

Die Nachfolge

Die Stelle des Forstamtsleiters in Reinhardshagen ist ausgeschrieben worden. Noch gibt es nach Ziegelers Angaben „kein Ergebnis“ zur Besetzung. Der scheidende Chef geht davon aus, dass die Nachfolge noch in diesem Jahr geregelt wird. Bis dahin wird sein Stellvertreter Dr. Stefan Reccius das Amt leiten. Markus Ziegeler bedauert, dass er seine Nachfolgerin oder Nachfolger nicht einarbeiten kann. (Bernd Schünemann)

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