Andreas Vollack bittet um Mithilfe

Suche nach Betrüger: Unbekannter gibt sich als Schädlingsbekämpfer aus Vaake aus

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Bittet um Mithilfe: Auch bei Facebook hat Andreas Vollack seinen Fall öffentlich gemacht. 150 Mal wurde sein Post nun schon geteilt, worüber er sich sehr freut. Auch wenn es schwierig wird, so setzt er alles dran, dem Täter auf die Schliche zu kommen.

Vaake. Anfang der Woche erreichte Andreas Vollack ein Anruf, der ihm auf die Laune schlug: Ein Betrüger hatte behauptet, im Namen seiner Firma eine Schädlingsbekämpfung durchzuführen.

Geschehen war dies im benachbarten Glashütte, was nur zufällig mitbekam. Nun ist der Vaaker besorgt, dass dieser auch andernorts seine Firma in Verruf gebracht haben könnte.

"Zum Glück bin ich im Raum Reinhardshagen ganz gut bekannt, so ist der Typ aufgeflogen", sagt Vollack, der sich in Vaake auf Fachwerksanierung und Schädlingsbekämpfung spezialisiert hat. Auch wenn der 45-Jährige froh ist, davon etwas mitbekommen zu haben, so schwingt in ihm doch ein ungutes Gefühl, dass der vermeintliche Schädlingsbekämpfer auch woanders in seinem Namen agiert haben könnte.

"Ich habe viele Kunden in Kassel und da kennt man mich natürlich nicht. Welches Ausmaß die Sache angenommen hat, kann ich bisher nicht beurteilen." Deshalb bittet der Selbstständige all jene, denen sich ein Schädlingsbekämpfer als Mitarbeiter der Firma von Andreas Vollack vorstellt, umgehend bei ihm zu melden und auch Anzeige zu erstatten.

Bekannter Schädling: Eine Ratte hat seit Jahrhunderten den Ruf, Krankheiten zu übertragen. Ihre Beseitigung gehört zum Alltag eines Schädlingsbekämpfers. Foto: nh

Das hat Vollack natürlich auch umgehend getan. Eine Strafanzeige wegen Betrugs, Steuerhinterziehung und Vortäuschung einer falschen Identität wurde gleich am Dienstagmorgen bei der Hofgeismarer Polizei gestellt, nachdem ihm Montagabend der Bekannte aus Glashütte informiert hatte.

Um möglichst viele zu erreichen, hat der Reinhardshäger auch um Hilfe auf seiner Facebook-Seite gebeten. "Da wurde mein Aufruf jetzt schon 150 mal geteilt, worüber ich mich sehr freue." Dass der Name und die Arbeit des Kammerjägers in Verruf gebracht worden sind, ärgert den Geschädigten schon sehr, "aber noch viel schlimmer ist, was passieren kann, wenn Köder nicht richtig ausgebracht wurden". In seiner Branche hantiere man teilweise schon mit gefährlichen Substanzen, die bei unsachgemäßer Handhabe etwa eine Gefahr für Kinder und auch Tiere darstellten. Deshalb bietet Vollack möglichen Geschädigten an, sich die Sache anzuschauen und bei Bedarf zu helfen. "Wenn da ein Pfuscher am Werk war, kann da schon einiges passieren. Das sollte niemand unterschätzen."

Dem oder den Täter auf die Schliche zu kommen, wird laut Vollack wahrscheinlich keine einfache Sache. Auch dies sei höchstwahrscheinlich eine Briefkastenfirma, deren Macher man nicht leicht zu packen bekäme.

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