Bürgermeisterwahl Reinhardshagen

Fred Dettmar ist gegen Windräder und für gesunde Finanzen

Fred Dettmar
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Strebt eine zweite Amtszeit in Reinhardshagen an.

„Ich will meinen Teil dazu beitragen, Reinhardshagen weiter zukunftsfähig zu halten“, gibt der amtierende Bürgermeister Fred Dettmar (UWG) seine Devise für die nächsten Jahre aus.

Reinhardshagen - Sollte er am 1. November wiedergewählt werden, dann gelte es, die Gemeindepolitik weiter so zu gestalten, dass der Ort lebens- und liebenswert bleibt. An oberster Stelle steht für ihn dabei, die Selbstständigkeit der Gemeinde Reinhardshagen zu erhalten.

Das ist nicht selbstverständlich, kommen doch auf die Gemeinden immer neue Belastungen zu, die kleinen Kommunen das Überleben schwer machen. Vor diesem Hintergrund sagt Dettmar, er wolle sich dafür einsetzen, dass im Falle seiner Wahl nach seiner Amtszeit die Selbstständigkeit noch mindestens zehn Jahre anhalte. Dabei müsste natürlich die Identität von Vaake und Veckerhagen erhalten werden.

Seine Ziele für die nächsten sechs Jahre hat er an diesen Vorgaben orientiert.

Geld

Damit die Gemeinde finanziell über die Runden kommt, müsse man den eingeschlagenen Weg der Konsolidierung weitergehen.

Verwaltung

Sie müsse bürgernah und bürgerfreundlich erhalten bleiben. Zugleich gelte es, die Digitalisierung weiter voranzubringen, um effektiv und auch serviceorientiert zu sein.

Infrastruktur

Die Angebote am Ort – vom Lebensmittelmarkt bis zum Arzt – sind für die Bürger entscheidend. Sie müssen erhalten und, wo möglich, weiter ausgebaut werden. Nach der Schließung des Seniorenheims sei eine Versorgungslücke entstanden. Er wolle sich dafür einsetzen, dass sich ein neues Senioren-Pflegeheim ansiedelt.

Nachbarschaft

Die Weser trennt Reinhardshagen von Hemeln. Doch auch wenn der Fluss eine Landesgrenze ist, so gelte es die weitere Zusammenarbeit „mit dem direkten Nachbarn Hemeln zu intensivieren“. Nicht zuletzt die Geschäftswelt in der Gemeinde Reinhardshagen würde davon profitieren.

Ehrenamt

Ohne Menschen, die sich in ihrer Freizeit für das Gemeinwohl engagieren, kann eine Gemeinde wie Reinhardshagen nicht dauerhaft existieren. Deshalb gelte es, das ehrenamtliche Engagement weiter zu unterstützen und zu fördern.

Kinderbetreuung

Da die Kita-Plätze knapp werden, müssen Weitere geschaffen werden. Dettmar brachte dafür den Standort des alten Mittelstufengebäudes auf dem Schulgelände ins Gespräch.

Bauplätze

Für Bauwillige müsse man weiter im moderaten Maß Bauland anbieten.

Naturraum

Das „Obere Wesertal“ in seiner Schönheit müsse erhalten bleiben. Die Errichtung von Windrädern im Reinhardswald, einer Pipeline oder eines Zwischenlagers in Würgassen lehnt Dettmar daher ab. (Michael Rieß)

Zur Person

Fred Dettmar (58) ist in Veckerhagen aufgewachsen. Nach dem Abitur in Hann. Münden und dem Wehrdienst in Hamburg begann er 1983 eine Ausbildung zum Bankkaufmann bei der Raiffeisenbank Reinhardshagen, von der er anschließend auch übernommen wurde. 1987 wechselte er zur Commerzbank Kassel, wo er unter anderem Filialleiter war, bevor ihn sein beruflicher Weg 2007 als Vertriebsleiter zur SEB-Bank in Hildesheim und Salzgitter führte. 2008 wurde er zum Bürgermeister in Reinhardshagen gewählt. Zuvor war er schon gut zehn Jahre für die UWG im Parlament tätig. Dettmar ist verheiratet, hat eine Tochter und einen Enkelsohn.

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