1. Startseite
  2. Lokales
  3. Hofgeismar
  4. Reinhardshagen

Jutta Schauer: Keine Politik in Hinterzimmern

Erstellt: Aktualisiert:

Von: Michael Rieß

Kommentare

Jutta Schauer
Jutta Schauer (CDU) möchte die neue Bürgermeisterin in Reinhardshagen werden. © privat/nh

„Man kann nicht nur andere kritisieren, sondern muss auch Alternativen aufzeigen“, so Reinhardshagens CDU-Vorsitzende Jutta Schauer.

Reinhardshagen - Das sagte sie, als Reinhardshagens Bürgermeister Fred Dettmar vor einem Jahr ankündigte, sich erneut für das Amt zu bewerben. Für die CDU-Frau war deshalb klar: „Wir werden auch einen Kandidaten aufstellen.“

Schauer hielt Wort, wenngleich sie damals noch nicht wusste, dass ihre Partei sie als Kandidatin nominieren würde. „Mein Ziel ist, den Bürgern endlich wieder die Möglichkeiten des demokratischen Wettstreits aufzuzeigen“, sagt sie. „Absolute Mehrheiten in der Gemeindevertretung und Bürgermeisterwahlen ohne Gegenpart“ seien langweilig und schadeten dem demokratischen Grundgedanken. Grundgedanke ihres Wahlprogramms sei es, die demokratische Teilhabe und Bürgerinformation zu stärken sowie „Transparenz zu leben“. Eine Politik in Grüppchen und Hinterzimmern lehne sie ab. „Mir ist wichtig, dass die Bürger vor wichtigen Entscheidungen gründlich informiert werden.“ Meinungsaustausch sei wichtig und müsse fair und mit Respekt geführt werden. Diese Haltung stehe über den Sachfragen. Und davon gibt es viele, wie sie in ihrem Wahlprogramm auflistet:

Medizinische Versorgung

Sie muss gesichert und verbessert werden. Sie wolle die Notfallversorgung und die Ansiedlung weiterer Ärzte im Gemeindegebiet unterstützen.

Kindergarten

Die Betreuung der Kinder müsse bedarfsgerecht weiterentwickelt werden, wie durch einen Neubau des Kindergartens

Gemeindeentwicklung

Die Gemeinde müsse sich für alle Generationen weiterentwickeln. Sie unterstütze daher die Ansiedelung eines Alten- Wohn und -Pflegeheimes und auch die Modernisierung der Sportanlagen.

Lokale Wirtschaft

Ansässige Firmen müssen unterstützt werden, gleichzeitig müsse versucht werden, neue anzusiedeln.

Natürlicher Lebensraum

Ihn gelte es zu schützen. Deshalb sei sie, eine generelle Befürworterin der Windkraft, gegen den Bau von Windrädern im Reinhardswald.

Bauplätze

Bauland müsste nicht nur für Ein- sondern auch für Mehrfamilienhäuser ausgewiesen werden.

Geld

Wegen der unsicheren Lage bei den Einnahmen durch Corona müsse man sich jetzt auf die notwendigsten Ausgaben beschränken. Deshalb „muss der behindertengerechte Zugang zur Verwaltung weiterhin warten“, sagt Schauer.

Mit den überalterten Bädern sehe es genauso aus: „Entweder muss die Technik und das Becken im Hallenbad komplett erneuert werden, oder wir versuchen ein Ganzjahresbad zu finanzieren. Kostenintensiv ist beides“, sagt Schauer, die dem Gemeindevorstand angehört. (Michael Rieß)

Zur Person

Jutta Schauer (59) ist in Kassel geboren. 1994 zog sie in den Reinhardshager Ortsteil Vaake, zwei Jahre später dann nach Veckerhagen. Ihren erweiterten Realschulabschluss absolvierte sie in Kassel im Fachbereich Nahrungs- und Genussmittel. Zusätzlich machte Schauer im Hotel Schäferberg in Espenau eine Ausbildung zur Hotelkauffrau. In mehreren Unternehmen war sie zudem im Management tätig. Seit neun Jahren ist sie in der CDU Reinhardshagen aktiv, hat dort den Vorsitz inne und ist außerdem im Vorstand der Kreis-CDU. Jutta Schauer ist in zweiter Ehe verheiratet, hat eine Tochter, einen Sohn und zwei Enkelkinder.

Auch interessant

Kommentare