Kritik an langen Wegen und Zahl der Rettungswagen

Bürgermeister Dettmar: Notfallversorgung in Reinhardshagen mangelhaft

Reinhardshagen. Die Notfallversorgung ist in Reinhardshagen mangelhaft. Das sagt Bürgermeister Fred Dettmar. Er übte Kritik an zu langen Wegen und der Zahl der Rettungswagen.

Dettmar kritisiert, dass die Rettungswagen nicht innerhalb der vorgeschriebenen Frist ihre Zielorte erreichten. Der Kreis sieht die Notfallversorgung unter der Rufnummer 112 nicht gefährdet, es sei schon einiges getan worden.

„Gerade nachts, wenn keine Rettungshubschrauber fliegen können, wird es problematisch“, sagt Bürgermeister Dettmar. Auch, dass die Rettungswagen nicht mehr wie in den vergangenen Jahren aus Hann. Münden, sondern aus Oberweser kommen, habe zur Verschlechterung beigetragen. „Der Nachteil ist, dass wir nun weniger Wagen zur Verfügung haben, da wir früher von beiden Rettungswachen aus bedient worden sind.“ In Münden sind aktuell zwei Wagen im 24-Stunden-Dienst und einer tagsüber. Das ist mehr als in Oberweser, von dort ist zudem der Weg etwas länger.

Die Rettungswagen kommen schon seit etwa vier Jahren aus Oberweser, sagt dagegen Kreisbrandinspektor Sebastian Mazassek. Der Wache wurde ein zweiter Rettungswagen zur Verfügung gestellt, da der eine zu stark belastet war. Außerdem werde derzeit überlegt, in Veckerhagen eine Tageswache zu installieren.

„Die Zusammenarbeit mit dem Landkreis Göttingen als Träger des Rettungsdienstes in Hann. Münden wurde beendet, weil diese stetig schlechter wurde“, erklärt der Sprecher des Landkreises Kassel Harald Kühlborn.

So verlängerte sich die Einsatzzeit der Göttinger, weil die Zeit bis zur Alarmierung der Rettungswagen vier statt der vorgegebenen zwei Minuten dauerte. Somit konnte die Hilfsfrist auch nicht immer eingehalten werden, als der Rettungsdienst noch aus Münden angerückt ist. „Die Probleme bei der Zehn-Minuten-Frist sind besonders im nördlichen Landkreisgebiet und damit auch in Reinhardshagen festzustellen“, sagt Kühlborn.

Rubriklistenbild: © dpa

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