Unbegreifliches Verhalten

Forstamt beklagt illegale Müllentsorgung: Reifen im Wald abgeladen

Sauerei im Reinhardswald: Reifen und sonstiger Hausmüll im Revier Waldhaus im Lempetal.
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Sauerei im Reinhardswald: Reifen und sonstiger Hausmüll im Revier Waldhaus im Lempetal.

Altreifen und Solarplattenmodule haben Unbekannte einfach im Reinhardwald entsorgt: Mit dem Wort „Sauerei“ beschreibt das Forstamt Reinhardshagen die illegale Müllentsorgung.

Reinhardshagen - Anfang des Monats entdeckte Förster Michael Heyer unweit seiner Revierförsterei Waldhaus im Lempetal eine große Anzahl an Altreifen und sonstigen Hausmüll an einem Waldweg, der als Sackgasse endet. Eine Woche später wurden der Polizei Hofgeismar mehrere Solarplattenmodule gemeldet, die neben einen Waldweg, weit abseits einer öffentlichen Straße, abgeladen wurden.

Dass der Müll soweit abseits der Wege abgeladen wurde, lässt vermuten, dass sich der oder die Täter in dem Waldgebiet möglicherweise gut auskennen, heißt es in einer Mitteilung des Forstamts. Die Müllmenge entspreche in beiden Fällen einem Volumen, das nur mit einem Kleintransporter oder auf einem größeren Pkw-Anhänger transportiert werden konnte.

„Das Verhalten solcher Menschen ist unbegreiflich und macht mich fassungslos. Wer schon den Müll aufgeladen hat und sich die Mühe macht, diesen in den Wald zu fahren, der könnte ihn doch gleich zur Mülldeponie fahren“, erklärt Klemens Kahle vom Forstamt Reinhardshagen.

Wird ein Täter ertappt, kann es für ihn teuer werden. Laut Kreislaufwirtschaftsgesetz können Geldbußen bis zu 100.000 Euro fällig werden. Auch wenn dieser Rahmen nicht ausgenutzt wird, sei eine Entsorgung auf einer Mülldeponie wesentlich billiger, so das Forstamt, das um Hinweise bittet, die zur Aufklärung beitragen können. (Michael Rieß)

Kontakt über Tel. 0 55 44/95 10-0 oder E-Mail forstamtreinhardshagen@forst.hessen.de  

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