Politiker sollen sich klar äußern

Freie Wähler: Reinhardswald soll für Windkraft gestrichen werden

Reinhardshagen. Die Freien Wähler wollen die Politiker im Kreistag zwingen, beim Thema Windkraft im Reinhardswald Farbe zu bekennen.

Die Mitglieder sollen bei einer Abstimmung sich klar äußern, ob sie für oder gegen den Bau von Windrädern im Wald sind. „Wir wollen die Leute an die Wand nageln“, sagte Albert Kauffeld aus Reinhardshagen, der für die Freien Wähler im Kreistag sitzt.

Er hat beantragt, dass der Kreistag mit dem Land Hessen verhandelt, um den Reinhardswald komplett aus der aktuellen Windkraftplanung zu nehmen. Bisher sind dafür große Flächen im Entwurf des neuen Teilregionalplans Energie vorgesehen. Diese sollten ersatzlos gestrichen werden.

Dass die kleine Fraktion der Freien Wähler genug Verbündete für den Antrag findet, hält Kauffeld für unwahrscheinlich: Es gehe darum, die „Doppelzüngigkeit“ einiger Kreistagskollegen aufzudecken. Diese würden sich zwar zum Reinhardswald bekennen, aber eben nicht gegen den Bau von Windrädern dort.

Interessant sei auch das Abstimmverhalten von Politikern aus den Städten und Gemeinden unmittelbar am Rande des Reinhardswaldes. Die Freien Wähler wollen eine namentliche Abstimmung aller Kreistagsmitglieder. Das sei aber nicht möglich, erklärte der Landkreis auf Anfrage.

Der Kreistag tagt am Montag, 11. Mai, ab 13 Uhr in der Stadthalle Baunatal. 

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.