Weitere Flächen aufgeforstet

Fünf Millionen Euro für neue Bäume im Reinhardswald

Ein Forstamtsmitarbeiter an einer Fläche, die im Reinhardswald aufgeforstet. Vor dem Mitarbeiter Burghard Ritter liegen tausende Eichen-Setzlinge.
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Aufforstung am Staufenberg: Burghard Ritter mit tausenden Eichen-Setzlingen. Die Bäumchen, hier im Vordergrund mit Draht abgedeckt, wurden inzwischen auf der Fläche hinter dem Forstmitarbeiter gepflanzt.

Fast zwei Millionen Eichen hat das Forstamt Reinhardshagen 2020 pflanzen lassen. In diesem Jahr werden noch einmal rund eine Million Setzlinge in die Erde gebracht.

Reinhardswald – Sie sind Ersatz für Bäume, die Windwurf oder Borkenkäfer zum Opfer gefallen sind. Das sagte Forstamtsleiter Dr. Markus Ziegeler im Gespräch mit der HNA. Nachdem die Förster im vergangenen Jahr den Schwerpunkt auf Eichen gelegt hatten, haben sie jetzt auch wieder Nadelbäume im Blick: Viele Douglasien, Lärchen, Kiefern und Tannen werden auf etwa 350 Hektar aufgeforstet. Nach Ziegelers Angaben sind auch das Arten, die dem Klimawandel deutlich besser widerstehen als Fichten.

3,5 Millionen Euro hatte das Forstamt 2020 für Pflanzen und deren Schutz aufgebracht. In diesem Jahr kommen 1,8 Millionen Euro hinzu für einen möglichst klimastabilen Wald hinzu.

Dr. Markus Ziegeler

Von den 2020 gepflanzten Setzlingen gab es laut Ziegeler nur etwa fünf Prozent Ausfall. Angesichts der geringen Niederschläge ist der Forstamtsleiter damit sehr zufrieden: „Das liegt im Bereich des Normalen.“

Niederschläge helfen

Regen und Schnee der vergangenen Wochen dürften in diesem Jahr die Wuchsbedingungen verbessern. Dabei reichte aber auch der kräftige Schneefall im Februar nicht aus, um die Böden bis in etwa zwei Meter Tiefe zu durchfeuchten. Dafür hätte etwa ein Meter Schnee liegen müssen, der langsam taut und in den Boden einsickert. Mit dieser Menge hätte der für Forstleute wichtige Bodenbereich bis etwa zwei Meter Tiefe gut bewässert werden können.

In den vergangenen Wochen haben Mitarbeiter eines niederländischen Unternehmens entlang von Waldwegen trockene Bäume entfernt. Mit einem Teleskoplader waren sie unterwegs, um abgestorbene Fichten zu beseitigen. Ein Greifarm mit Motorsäge an einem ausfahrbaren Arm sägte die Bäume ab. Waldarbeiter können dort nicht mehr arbeiten, weil die trockenen Fichten instabil sind und abstürzen könnten. Damit will das Forstamt für Verkehrsicherheit für die Holzabfuhrunternehmen wie auch für Wanderer sorgen. (Bernd Schüemann)

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