Spinnstubenhütte ist Lieblingsplatz des Politikers

Für Albert Kauffeld gilt es, das Wesertal in Reinhardshagen zu erhalten

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Sicht auf drei Orte: Von der Spinnstubenhütte am Waldrand aus hat Kommunalpolitiker Albert Kauffeld Veckerhagen, Vaake und Hemeln im Blick. Auch den Reinhardswald und den niedersächsischen Bramwald kann man gut sehen.

Reinhardshagen. Wenn Albert Kauffeld an seinem Lieblingsplatz, der Spinnstubenhütte, oberhalb des Wesertals sitzt, kommt er nicht selten ins Grübeln. Für ihn ist es ein Stück Heimat.

Von der Spinnstubenhütte aus sind nicht nur Vaake, Veckerhagen und Hemeln gut erkennbar, auch den Reinhardswald und niedersächsischen Bramwald hat man von hier oben gut im Blick. Für den 70-Jährigen ein Stück Heimat, welches er gerne erhalten und verbessern würde.

„Herrliches Fleckchen“

„Dieses herrliche Fleckchen Erde gilt es zu schützen und zu bewahren“, sagt der engagierte Kommunalpolitiker und spielt damit auf den demografischen Wandel und die nicht besser werdende Infrastruktur an. Vor allem das durch die Landesgrenze, welche die Weser ist, separierte Hemeln möchte der Kommunalpolitiker besser erreichen können. „In den Abendstunden, wenn die Fähre stillsteht, muss man tatsächlich über Hann. Münden in den Nachbarort fahren, was für uns 22 Kilometer bedeutet.“ Somit sei Hemeln abends ebenso weit entfernt wie Kassel.

Genau deshalb wünscht sich Kauffeld zwischen Veckerhagen und Hemeln eine Brücke, die seiner Meinung nach vieles einfacher machen würde. Gerade kleine Orte wie die unsrigen müssen zusammenhalten – sonst gibt es irgendwann kein Vereinsleben, ärztliche Versorgung oder Einkaufsmöglichkeiten mehr.“

Auch der Blick in die umgebenden Wälder macht den Reinhardshäger nachdenklich: „Der Bramwald drüben in Niedersachsen ist geschützt, dort dürfen keine Windräder aufgestellt werden, aber hier auf hessischer Seite, wo der Reinhardswald beheimatet ist, soll die Natur mit dieser Technologie zerstört werden.“ Was Windkraft im Wald bedeute, werde den Menschen wohl erst bewusst, wenn es zu spät sei. Dass politische Vertreter aus der Region sich nicht schützend vor den Wald stellen, sondern dazu beitragen diesen wichtigen Lebensraum zu zerstören, fände er besonders tragisch.

Rast- und Schutzhütte

Das ansehnliche Holzhäuschen wurde vor zehn Jahren vom örtlichen Spinnstubenverein aufgebaut und dient als Rast- und Schutzhütte. „Hier kann jeder herkommen und den Ausblick und die Ruhe genießen.“ Ein weiteres Exemplar baute der Verein am Weserufer auf, wo es gerne von Radfahrern zum Verschnaufen genutzt wird. Da die Hütte am Waldrand direkt am Weserberglandwanderweg liegt, machen auch Wanderer hier ab und an ein Päuschen.

Reizvoll zu jeder Jahreszeit

Auch wenn dem Politiker der Unabhängigen Wählergemeinschaft (UWG) an seinem bevorzugten Plätzchen vieles durch den Kopf schwirrt, so ist es doch die Schönheit des Tales, die im Vordergrund steht. „Ob im Frühling oder Herbst – von hier oben aus hat jede Jahreszeit ihren Reiz. Ich empfehle, einfach mal hierherzukommen und vielleicht auch über das ein oder andere nachzudenken.“

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