Spendenkonten eingerichtet

Haus in Veckerhagen ausgebrannt: Familie noch fassungslos

Völlig zerstört: Eine Familie lebte acht Jahre lang in dem Haus in der Unteren Kasseler Straße in Veckerhagen. Nach dem Brand am Sonntag braucht sie eine neue Bleibe. Foto: Temme

Veckerhagen. Als Christiane Sprenger sich am Montag ihrem zerstörten Haus nähert, fließen sofort die Tränen.

Einerseits des großen Verlustes wegen, andererseits aber auch vor Rührung, da so viele Menschen ihre Unterstützung anbieten. Acht Jahre wohnte das Ehepaar Sprenger mit seinen Kinder und Eltern in dem Fachwerkhaus, welches am Sonntag komplett ausgebrannt ist.

„Ich habe, wenn überhaupt, nur zwei Stunden heute Nacht schlafen können“, sagt Dieter Sprenger, der noch immer fassungslos ist. Glücklicherweise hätte ihm sein Arbeitgeber erstmal frei gegeben. Bis alles geregelt sei, könne er vom Arbeitsplatz fern bleiben. Aktuell ist die Familie mit ihren beiden Kindern im Alter von fünf Jahren und drei Monaten in Hann. Münden untergebracht, wo sie allerdings nur eine Woche bleiben können. „Wo es dann hingeht, wissen wir bisher noch nicht“, erklärt der 46-Jährige Familienvater.

Für die beiden Senioren, die im hinteren Teil des Hauses wohnten, ist indes eine Lösung gefunden worden: Der schwerkranke Vater von Dieter Sprenger wird nach seinem Krankenhausaufenthalt eine Unterkunft im Altenheim in Veckerhagen bekommen und für seine Gattin hat die Ortsgemeinschaft eine Ferienwohnung organisiert. „Doch das sind alles nur Übergangslösungen - wichtig ist, dass meine Eltern eine Wohnung bekommen“, so Sprenger. Und zwar sollte die in Reinhardshagen sein und unbedingt im Erdgeschoss liegen. Sie selbst hätten noch keine Pläne, würden allerdings ungern ihren Sohn aus dem Kindergarten in Vaake nehmen.

Bis auf ihr Auto, welches Christiane Sprenger schnell vom Brandherd weggefahren hatte, ist der Familie nichts geblieben. Nicht einmal Socken hat Dieter Sprenger mehr in seinen Turnschuhen an. „Mein Vater möchte am liebsten das Haus wieder aufbauen - ob das so kommen wird, müssen wir sehen.“

In einer Scheune sammeln die unmittelbaren Nachbarn von Sprengers alles was die Familie gebrauchen kann. Da kommen Leute mit riesigen Tüten mit Kleidung an, bringen einen Hasenkäfig oder eine Mikrowelle. Eben alles, was man zum Leben benötigt. „Sogar das Real in Göttingen hat uns Hilfe angeboten“, sagt Christiane Sprenger. Dort wolle sie sich am Abend ein Stillkissen holen, was sie dringend benötige.

Dass am Unglückstag selbst Windeln und Babynahrung im örtlichen Rewe gekauft werden konnten, daraus möchte die Chefin keine große Sache machen. Sie seien sowieso vor Ort gewesen und die Ware wäre regulär bezahlt worden.

• Spendenkonten:

Kasseler Bank,

Iban: DE15520900000064087002

Bic: GENODE51KS1 oder

Kasseler Sparkasse,

Iban: DE045205035301050013 02

Bic: HELADEF1KAS

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