Hilfe nach Brand: Sprengers sagen Danke

Schicksalsschlag: Durch den Brand hat Familie Sprenger vieles verloren, dank der Hilfe der Bewohner Reinhardshagens haben sie inzwischen wieder einige Kleidungsstücke und Utensilien wie Geschirr, das im Alltag gebraucht wird. Auch haben die beiden Rentner zeitnah eine möblierte Wohnung bezogen. Nun möchten Erika (links) und ihr Mann Karl-Dietrich Sprenger Danke sagen an alle, die sie so rührend unterstützt haben. Foto: A. Fischer

Reinhardshagen. In wenigen Minuten haben sie alles verloren: Dokumente, Kleider, Möbel - all das wurde durch das Feuer im Haus der Sprengers in Veckerhagen am 22. Mai zerstört.

Die Familie stand durch diesen Schicksalsschlag vom einen auf den anderen Tag plötzlich vor dem Nichts. In dieser schweren Zeit stand Erika und Karl-Dietrich sowie ihrem Sohn und dessen Familie, die eine der beiden Hälften des Doppelhauses bewohnten, die Nachbarschaft Reinhardshagens mit großer Unterstützung zur Seite. Über 30 Kartons an Kleidungsstücken, Geschirr, Spielsachen, Töpfen und anderen Utensilien wurden an die Familie übergeben und gespendet.

Rund 3000 Euro kamen außerdem an Geldspenden zusammen, unter anderem von den ortsansässigen Firmen. Die Kirchengemeinde hat spontan die Kollekte gespendet. „Von den regionalen Einkaufsmärkten haben wir Wertgutscheine zum Lebensmittel- und Kleidungskauf erhalten. Diese und andere Spenden haben mein Mann und ich immer mit unserem Sohn geteilt“, erzählt Erika Sprenger.

Doppelhaus bewohnt

Zuvor bewohnten die drei Generationen der Sprengers gemeinsam ein Doppelhaus, wovon eine Hälfte dem Sohn mit seiner Familie gehörte, die andere Hälfte war im Besitz von Erika und Karl-Dietrich.

Momentan bewohnen die beiden Senioren mit Hündin Emma seit Mitte Juni in Veckerhagen eine möblierte Wohnung zur Miete, ihr Sohn ist ebenfalls zur Miete in einer Wohnung im Ort untergekommen. Deshalb konnten auch die meisten Möbel, die an die Familie gespendet wurden, nicht genutzt werden. „Viele Sachen, zum Beispiel Kleidung, die uns nicht gepasst hat oder die Möbel, die wir nicht benötigten, haben wir an andere Hilfebedürftige wie die Flüchtlinge in Calden oder an die Gesellschaft für Arbeits- und Berufsförderung (GAB), weitergegeben.“

Nun möchte sich die Familie für die sofortige Unterstützung der Nachbarschaft, die Anteilnahme und die vielen Spenden bedanken. „Es ist ein schönes Gefühl, zu wissen, dass die Bürger unseres Dorfes in solchen Situationen zusammenhalten und sich gegenseitig so sehr unterstützen. Das ist sicher keine Selbstverständlichkeit“, sagt Erika Sprenger sichtlich gerührt.

Die Sprengers wollen auf jeden Fall weiterhin in Reinhardshagen wohnen bleiben, aber nicht wie der Sohn selber bauen, sondern am liebsten ein ebenerdiges Haus kaufen. Bis die Versicherung endlich den Schaden ausgleiche, dauere es aber sicherlich noch etliche Monate.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.