Umbau der Ortsdurchfahrt soll für weniger Lärm sorgen

Jetzt endgültig: Kein Tempo 30 für Vaake

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Viel Verkehr gab es auf der Mündener Straße schon im Jahr 2011, als dieses Archivbild entstand und über die Diskussion erstmalig berichtet wurde.

Die endgültige Absage an die Tempo-30-Zone für LKW in der Ortsdurchfahrt der B80 in Vaake verkündete der Reinhardshagener Bürgermeister Fred Dettmar.

Der Ablehnungsbescheid zum Antrag des Gemeindevorstandes sei zwar bereits im März eingegangen, weil er jedoch noch ein Eisen im Feuer hatte, wartete Dettmar noch mit der offiziellen Verkündung.

Vaaker Bürger hatten die Einrichtung einer zusätzlichen Geschwindigkeitsbegrenzung schon seit Jahren gefordert, da sie sich einer erhöhten Lärmbelastung durch den Verkehr ausgesetzt sahen (HNA berichtete). Dettmar berichtete, dass Hessen Mobil nach eigenen Berechnungen lediglich für fünf von 95 Wohneinheiten eine Überschreitung der zulässigen Lärmpegel festgestellt habe – für die Einrichtung einer Tempo-30-Zone nicht ausreichend.

Auch werde Tempo 50 laut Gemeindeverwaltung durch die Autofahrer in der Regel nicht überschritten. An drei Tagen seien Geschwindigkeitsmessungen vorgenommen worden. Lediglich 1,4 Prozent der Autofahrer hätten im Messzeitraum die zulässige Höchstgeschwindigkeit nicht eingehalten. „Ein respektabler Wert für eine Bundesstraße“, findet Dettmar.

Lärm-Reduzierung möglich 

Eine gute Nachricht für die Anwohner hatte Dettmar dennoch. Gespräche mit Hessen Mobil hätten ergeben, dass eine Reduzierung des Verkehrslärms im Zuge des Umbaus der Ortsdurchfahrt erreicht werden kann. Die jetzt elf Meter breite Straße soll zukünftig nur noch eine Breite von 6,50 Meter haben. Außerdem soll moderner Flüsterasphalt verbaut werden, um die Fahrtgeräusche zusätzlich zu senken. So könne der Effekt auch bei Tempo 50 erzielt werden.

„Die erste Vorplanung ist bereits gelaufen, bis es konkreter wird, dauert es also nicht mehr lange“, berichtet Dettmar. Er geht von einem Baubeginn im Jahr 2021 aus.

Jürgen Wiemer aus der SPD-Fraktion hielt die Berechnungen der Hessen Mobil für fraglich und bat um eine schnelle Zusendung der Unterlagen. Ebenso betonte er, dass die Bürger so schnell wie möglich informiert und einbezogen werden sollen. Dem stimmte Dettmar zu und bezeichnete die Beteiligung als „zwingendes Muss“. Allerdings könne damit erst begonnen werden, wenn es eine konkretere Planung gebe. Grundsätzlich war man aber auch in der SPD froh, dass Bewegung in die Sache gekommen ist.

Daniel Sallwey von der UWG begrüßte die Pläne zum Umbau der Ortsdurchfahrt und bezeichnete das bisher Erreichte als „großen Erfolg“.

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