Standort für Kindergarten strittig

Klares Ja zu Seniorenheim in Veckerhagen

Der Festplatz in Veckerhagen. Dort soll ein  Seniorenheim entstehen.
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Seniorenheim: Der vordere Teil des Festplatzes in Reinhardshagen bleibt in Gemeindehand. Der hintere, zur Schule gelegene Teil soll verkauft werden, um dort ein Seniorenheim zu errichten.

Die Gemeinde Reinhardshagen wird die Hälfte des Festplatzes in Veckerhagen verkaufen, damit dort ein Seniorenwohnheim errichtet werden kann.

Reinhardshagen – Wie berichtet, wollen dort der Dienstleister Menetatis und der hinter ihm stehende Investor eine entsprechende Einrichtung planen, bauen und betreiben.

Bei einer Gegenstimme votierte die Gemeindevertretung geschlossen für den Verkauf des halben Festplatzes. Zu einem Preis von 35 Euro pro Quadratmeter soll der östliche Teil des Areals, also jener, der näher an der Schule liegt, veräußert werden. Mit einem Seniorenheim, so die einhellige Meinung im Parlament, werde eine Versorgungslücke in der Gemeinde geschlossen. Die anfallenden Kosten, beispielsweise Notarkosten oder um aus dem Festplatz Bauland zu machen, muss der Investor tragen.

Noch kein Beschluss zu Kindertagesstätte

Noch keinen Beschluss fasste das Gremium über den Bau eines Kindergartens. Schon seit Langem ist bekannt, dass in der Kommune Plätze fehlen. Als möglicher Standort für einen neuen Kindergarten wurde das ehemalige Förderstufengebäude der Lucas-Lossius-Schule ins Auge gefasst. Das soll in naher Zukunft abgerissen werden, weil es seit Jahren nicht mehr benötigt wird und leer steht. Der Kindergarten wäre damit in direkter Nachbarschaft zur Grundschule.

Der Plan wurde hinterfragt, als der Menetatis-Investor anbot, direkt neben dem Seniorenheim auch einen Kindergarten zu errichten und diesen dann an die Gemeinde zu vermieten.

Ob die Gemeinde diese Offerte annehmen wird, soll jetzt im Herbst entschieden werden. Der Vorteil wäre, dass die Kommune mit dem Bau nichts zu tun hätte und auch keine Investitionsmittel aufbringen müsste.

Als Vorteil des bisher ins Auge gefassten Standortes betrachten viele den Sichtkontakt zum Pausenhof der Grundschule. Auch die Frage, ob Mieten oder selbst Bauen für die Kommune sinnvoller ist, ist noch nicht geklärt.

Arbeitskreis soll offene Fragen klären

Wegen der offenen Fragen regte die SPD an, einen Arbeitskreis ins Leben zu rufen, dem unter anderem sachkundige Bürger, Eltern und Kindergartenpersonal angehören. So könnten Experten gehört werden und das Verfahren sei transparenter. Dies lehnte die UWG als Mehrheitsfraktion ab. Man habe den beratenden Haupt- und Finanzausschuss. Der könne, bei Bedarf, ebenfalls Fachkräfte bei der Beratung hinzuziehen. Ein extra Arbeitskreis sei also nicht nötig. Der entsprechende SPD-Antrag wurde abgelehnt.

Die Entscheidung über den Standort will die Gemeindevertretung nach der Sommerpause treffen. (Michael Rieß)

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