Klimawandel macht dem Wald zu schaffen

Der Wald im Zeichen des Klimawandels: Bei den 41. Reinhardswaldkontakten drehte sich alles um das Wetter und seine Auswirkungen auf die Natur. Einen Vortrag dazu hielt Dr. Jochen Godt von der Uni Kassel (Foto). Foto: Ziemann

Reinhardshagen. Wie muss der Wald behandelt werden, damit er mit den klimatischen Bedingungen der Zukunft zurechtkommt? Das war die zentrale Thema der 41. Reinhardswaldkontakte.

Bei dem Treffen waren 120 Gäste aus Kommunalpolitik, Behörden und der regionalen Jagd-, Forst- und Holzbranche zu Gast.

„Es war das heißeste erste Halbjahr seit Wetteraufzeichnung“, sagte Uwe Zindel, Forstamtsleiter Wolfhagen, in seinem Vortrag. „Die Hitze wirkt im Wald zwar gedämpft, doch Trockenphasen sind eine hohe Belastung für das Ökosystem. Wenn das Wetter jedes Jahr so ist, bedeutet das heftigen Dauerstress für den Wald.“

Laut Zindel muss der Weg hin zu einem „risikoärmeren Wald“ gehen. Das heißt, der Wald muss aus einer Mischung verschiedener Baumarten bestehen. „Wir wissen nicht, welche Art die nächsten 100 Jahre überstehen wird und welche vielleicht aufgrund des Klimaawandels auf der Strecke bleibt“, sagt Zindel.

Jagdlich zukunftsfähig 

Den Ausführungen des Forstamtsleiters schloss sich ein Vortrag von Dr. Jochen Godt von der Uni Kassel (Fachgebiet Landschafts- und Vegetationsökologie) an, indem er auch auf die Herausforderungen einging, den Wald jagdlich zukunftsfähig zu machen.

Nach den Vorträgen pflegten die Gäste ihre Kontakte bei Bratwurst und Getränken und tauschten sich über die Vorträge aus.

„Es war wieder ein breiter Querschnitt durch die Gesellschaft bei den Reinhardswaldkontakten dabei, so wollen wir die Veranstaltung auch verstehen“, sagte Dr. Norbert Teuwsen, Leiter des Forstamtes Reinhardshagen.

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