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Pläne für 2023: Was geschieht mit dem Hallenbad in Reinhardshagen?

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Von: Bernd Schünemann

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Das Hallenbad in Vaake.
Das Hallenbad:: In diesem Jahr sollte eine Entscheidung über den sanierungsbedürftigen Bau fallen. © Bernd Schünemann

Der Straßenbau bleibt in den nächsten Jahren ein wichtiges Thema in Reinhardshagen. Im Spätsommer soll die Erneuerung der Ortsdurchfahrt von Vaake abgeschlossen werden.

Reinhardshagen – Die Gemeinde will Projekte, die 2022 nicht umgesetzt werden konnten, in diesem Jahr realisieren. Dazu zählen neue Bauplätze am Tennisplatz in Veckerhagen. Auch die Jugendarbeit soll nach der Corona-Unterbrechung wieder gestartet werden. Außerdem sollte eine Entscheidung zur Zukunft des Hallenbads in Vaake fallen.

Straßenbau

Die größte Baustelle in Reinhardshagen ist die Baustelle an der B 80 in der Ortsdurchfahrt von Vaake. Das Thema beschäftigt die Reinhardshäger schon länger – und wird sie dort laut Bauzeitenplan noch bis August oder September beschäftigen. Diesen Termin habe das Bauunternehmen als Abschluss genannt, sagte Bürgermeister Fred Dettmar. So lange dauert es voraussichtlich, bis die Bundesstraße die Feindecke bekommt. Der Straßenbau ist Sache von Hessen Mobil. Die Gemeinde ist dafür zuständig, dass dort die Ver- und Entsorgungsleiten erneuert werden.

Die Baustelle an der Ortsdurchfahrt in Veckerhagen.
Bürgermeister © Bernd Schünemann

Das Thema Straßen wird auch nach Beendigung der Bauarbeiten in Vaake die Reinhardshäger weiter beschäftigen. Denn schon jetzt laufen Vorgespräche und Planungen für den Ausbau der Oberen Weserstraße. Der wird schwieriger, weil Hessen Mobil aus Sicherheitsgründen die Straße vollständig sperren will. In Vaake kann der Verkehr noch ampelgeregelt einspurig an der Baustelle vorbeifließen.

Die Verwaltung sucht deshalb jetzt in Vorgesprächen eine Möglichkeit, damit Autofahrer dort vorbeigeleitet werden können. Klar sei aber, dass Lastwagen längere Umleitungen in Kauf nehmen müssen. Bevor die Bauarbeiten voraussichtlich im März 2024 beginnen, werden die Anlieger über die Baupläne und Kosten informiert. Wenn die Obere Weserstraße abgeschlossen ist, soll die B-80-Ortsdurchfahrt in Veckerhagen saniert werden – möglicherweise 2025. Wenn dort die Bauarbeiter wieder abrücken, seien die meisten Straßen im Gemeindegebiet saniert und in einem guten Zustand, sagte Parlamentschef Wolfgang Bertelmann.

Schwimmbäder

Eine andere „Baustelle“ in Reinhardshagen ist das Hallenbad in Vaake. Bald ist es ein Jahr her, dass eine Untersuchung über dessen Zustand vorgestellt wurde. Deren Ergebnis in Kurzform: Möglich – und eigentlich auch notwendig – sei eine Sanierung für vier Millionen Euro. Oder ein Neubau für acht Millionen. Hier müssten jetzt die Kommunalpolitiker beraten und eine Entscheidung finden, sagte Fred Dettmar. Die Entscheidung könne aber auch heißen, dass erst einmal nichts geschehe.

Der Bürgermeister geht davon aus, dass die in der Untersuchung geschätzten Summen nicht ausreichen. Deshalb beobachte er gespannt den Bau der neuen Bäder in Niestetal und in Grebenstein.

Für das Freibad in Veckerhagen überlege man den Einbau einer Fotovoltaikanlage. Damit könnten Stromkosten beispielsweise für die Pumpen gespart werden. Dafür seien aber noch weitere Beratungen notwendig. Auf Initiative des Fördervereins wird dort eine größere Rutschenanlage installiert.

Neubaugebiete

Die Entwicklung am Bau hat auch die Pläne für die Neubaugebiete zurückgeworfen. Doch die Gemeinde wolle Bauland zur Verfügung stellen, unterstrich Bürgermeister Dettmar. Im Januar gehen die Flächen am Villaweg in Vaake an die Gemeinde über. Dann soll die Planung beginnen. Das Neubaugebiet soll bis kurz vor die Baureife gebracht werden, sagte Dettmar. Dann werde geguckt, wie die Flächen vermarktet werden können.

Bis etwa April sollen sechs Bauplätze am Tennisplatz in Veckerhagen entstehen. Das ist ein Projekt, das schon 2022 umgesetzt werden sollte. Wegen der hohen Kosten wurde es nicht umgesetzt. Jetzt erwartet man im Rathaus ein günstigeres Ausschreibungsergebnis.

Rathaus-Sanierung

Im Innern ist das Rathaus saniert. Die Räume sind in einem guten Zustand. Auch die Haustür wurde mit Landesförderung bereits erneuert. 2023 soll die Fassade instand gesetzt werden. Dafür sind im Haushaltsentwurf 250 000 Euro vorgesehen.

Jugendarbeit

Nachdem die Jugendarbeit coronabedingt „eingeschlafen“ sei, solle künftig wieder ein Angebot gemacht werden. Deshalb will die Gemeinde noch im Januar Gespräche mit dem Projekt Begegnung führen, das vor Corona Jugendarbeit in der Gemeinde geleistet hatte, kündigte Dettmar an. Notwendig sind geeignete Räume. Parallel läuft eine Initiative, die vom Parlament gestartet wurde. Dabei werden die jungen Reinhardshäger und auch die Kirche beteiligt. Parlamentschef Bertelmann rechnet damit, dass die Arbeitsgruppe im Herbst Vorschläge zur Jugendarbeit unterbreitet.

Zusammenarbeit

Weiterhin strebt Reinhardshagen eine Zusammenarbeit mit Nachbarn an. So gebe es jetzt Überlegungen, gemeinsam mit Wesertal ein Standesamt zu betreiben. Auch der Austausch von Schwimmbad-Mitarbeitern sei eine Möglichkeit. Bürgermeister Dettmar erinnerte daran, dass es früher bereits ein gemeinsames Bauamt mit der Nachbarverwaltung gegeben habe. Parlamentschef Bertelmann ergänzt, dass eine Zusammenarbeit „nur an der Weser geht“.

Weserflößer unterwegs: 2016 sind die Mitglieder nach Minden gefahren.
Fred Dettmar © Petra Siebert/Archiv

Veranstaltungen

Am Wochenende 9./10. September wollen die Reinhardshäger Weserflößer den Deutschen Flößertag ausrichten. Die Veranstaltung war schon früher geplant, musste aber coronabedingt verschoben werden. Die traditionelle Weserbeleuchtung in Vaake ist für Samstag, 5. August, vorgesehen. Kirmes wird in Vaake vom 18. bis 21. August gefeiert. (Bernd Schünemann)

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