Start mit Herausforderungen

Reinhardshagen: Fred Dettmar startet in zweite Amtszeit

Bei der Vereidigung: Fred Dettmar (links) und der Vorsitzende der Gemeindevertretung Erhard Becker. Foto: Gehlen

Reinhardshagen. Bürgermeister Fred Dettmar (UWG) startet in seine zweite Amtsperiode. Am Dienstagabend legte der Rathauschef erneut den Amtseid ab.

Die Herausforderungen der Zukunft wie einen Haushaltsausgleich im kommenden Jahr streifte er in seiner Rede aber nur kurz. In erster Linie gab es viel Lob - für und von Dettmar.

„Es gibt sicher Bürger, die hätten es lieber gesehen, ich halte heute meine Abschiedsrede“, sagte Dettmar in Anspielung auf sein Wahlergebnis. Im Mai war er mit 85,9 Prozent im Amt bestätigt worden. Doch auch die 14 Prozent, die ihm die Stimme verweigert hatten, seien wichtig: Sie seien ein Ansporn, härter zu arbeiten. Die Zusammenarbeit im Parlament lobte der Bürgermeister: Entscheidungen fielen meist einvernehmlich, auch wenn das in der Presse oftmals „hofgeismarerischer“ rüberkomme - also konfliktreicher. Konflikte seien aber nicht unerwünscht: „Auch meine UWG ist nicht immer auf Bürgermeisterkurs und das ist auch gut so.“ Als ein Erfolgsprojekt der Gemeinde nannte Dettmar den Bürgerbus. Er hatte dazu auch gleich eine gute Nachricht: Der Bus bekomme eine Stufe zum Einsteigen, das Deutsche Rote Kreuz mit seiner Ortsgruppe finanziere dies.

Dettmar erinnerte auch an seine Niederlagen in den vergangenen sechs Jahren: Sein zweiter Haushalt wurde ihm nicht genehmigt, die Gemeinde leide unter dem demografischen Wandel, Firmen aus Reinhardshagen wanderten ab. Als politische Herausforderung nannte Dettmar, den Haushalt auszugleichen: „Wir wissen aber nicht, ob das ohne Steuererhöhungen gehen wird.“

Außerdem gehe es unter anderem darum, die geplante Wohnanlage 50plus voranzutreiben und das Feuerwehrgerätehaus auszubauen.

Lob von Kauffeld

Dettmars Stellvertreter Albert Kauffeld lobte die Zusammenarbeit mit dem Bürgermeister: Er ermögliche mit „eingehenden und ausführlichen Informationen“ sowohl dem Gemeindevorstand als auch -parlament gut informiert Entscheidungen zu treffen. Und Bürgerversammlungen seien für Dettmar „ein unbedingtes Muss“. „Und zwar nicht nur eine, sondern auch weitere, wenn noch offene Fragen im Raum stehen.“ (gör)

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