Reinhardshagen will Bau von Windkraftanlagen weiterhin verhindern

Reinhardshagen. Vier Jahre nach dem Beitritt zur Energiegenossenschaft Reinhardswald (EGR) kehrt die Gemeinde Reinhardshagen der EGR den Rücken.

Ohne Gegenstimme beschlossen die Gemeindevertreter, den Zusammenschluss mehrerer Kommunen und eines Privatunternehmers zu verlassen.

Die Sprecher aller drei Fraktionen waren sich einig, dass die EGR nicht mehr das Ziel verfolge, Windräder im Reinhardswald zu verhindern. Auch habe man keinen Einfluss auf den Standort der Windräder, begründete Wolfgang Bertelmann (UWG) den Austrittsantrag seiner Fraktion. Es dränge sich vielmehr der Eindruck auf, als würde die EGR den Bau von Windrädern vorantreiben wollen, sagte Fraktionskollege Daniel Sallwey, der angesichts sinkender Einspeisevergütungen auf ein hohes finanzielles Risiko für die Kommunen hinwies. Dirk Weddig (UWG) wunderte sich, warum sich Hessenforst gegenüber der Landesregierung nicht stärker für den Reinhardswald einsetze. 

Ähnlich sahen es die anderen Fraktionen: Lutz Hasenkopf (SPD) betonte, dass der Beitritt zur EGR das Ziel verfolgte, Windräder zu verhindern. Dies sei jetzt nicht mehr möglich, der Austritt also folgerichtig. Große Kosten würden der Gemeinde nicht entstehen, sagte Bürgermeister Fred Dettmar auf Anfrage von Jutta Schäfer (CDU).

Rubriklistenbild: © dpa

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