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Reinhardshagen will zurück in die Förderregion

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Von: Bernd Schünemann

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Geldscheine - als Symbolbild für Fördergeld für Reinhardshagen.
Die Gemeinde Reinhardshagen will von Fördergeld durch die Region Kassel-Land profitieren. Sie tritt dem Verein nach neun Jahren wieder bei. © Bernd Wüstneck/dpa

Die Gemeinde Reinhardshagen wird wieder Mitglied im Verein Region Kassel-Land. Sie will von Projektförderung profitieren.

Reinhardshagen – Einstimmig haben das die Gemeindevertreter in ihrer jüngsten Sitzung beschlossen. Ab 2023 soll Reinhardshagen Mitglied der Förderregion werden.

Der Verein trage mit seiner Projektförderung dazu bei, dass die Menschen „in der Region Kassel-Land gut leben und gerne bleiben“, erläuterte Bürgermeister Fred Dettmar. Er erinnerte daran, dass Reinhardshagen 2013 ausgetreten war. Als das Haushaltssicherungskonzept griff, wurden auch die Mitgliedschaften in Vereinen gekündigt. Unter anderem im Förderverein des Tierparks und in der Region Kassel-Land, blickte Dettmar zurück.

Beratung und Netzwerke sind wichtig

Regionalmanager Oliver Sollbach stellte die Region Kassel-Land in einem Vortrag im Parlament vor. Im Mittelpunkt stehen Beratung und Netzwerkarbeit. Die Mitgliedskommunen sollten Themen einbringen und mitwirken, sagte Sollbach zu den Gemeindevertretern. Je dichter das Netzwerk sei, desto mehr profitierten die beteiligten Gemeinden.

Die Mitarbeiter der Förderregion beraten und unterstützen Projektträger der Entwicklung und Realisierung ihrer Vorhaben. Von der Idee über die Ausarbeitung des Förderantrages bis zur Bewilligung begleitet das Regionalmanagement private und öffentliche Träger bei allen Schritten hin zur Förderung ihrer Vorhaben. Dann fließt steuerfinanziertes Fördergeld von der Europäischen Union, vom Bund oder vom Land. Die Projekte müssen einen langfristigen öffentlichen Nutzen haben. Ein Gremium entscheidet, welche Projekte unterstützt werden.

Nur Reinhardshagen war nicht dabei

Damit war Reinhardshagen die einzige Kommune im Kreis, die der Förderregion nicht angehörte. Der Mitgliedsbeitrag liegt bei etwa 2300 Euro im Jahr und errechnet sich aus 1000 Euro Sockelbetrag und einem Betrag von 29 Cent je Einwohner. Trotz der Zustimmung gab es auch Kritik aus den Reihen der Gemeindevertreter: Reinhardshagen müsse erst einen Vereinsbeitrag zahlen, um von Fördergeld zu profitieren. (Bernd Schünemann)

Auch kleine Projekte werden gefördert

Mit 8,3 Millionen Euro Fördergeld rechnet die Leader-Region Kassel-Land für die sechsjährige Förderperiode, die am 1. Januar 2023 beginnt. Profitieren können auch Privatleute, Vereine oder Kirchengemeinden über das Regionalbudget. Für diese Vorhaben sollen 1,5 Millionen Euro zur Verfügung stehen. Kleine Projekte werden daraus mit 1000 bis 20 000 Euro unterstützt. Leader ist ein Förderprogramm der Europäischen Union zur wirtschaftlichen Stärkung ländlicher Räume.

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