Sanierung der Brücken im Reinhardswald startet

Werden erneuert: Zwei historische Brücken bei der Hemelmühle bei Veckerhagen müssen instandgesetzt werden. Für die 1,2 Mio. Euro-Maßnahme wird eine Behelfsbrücke errichtet. Foto: Thiele

Reinhardshagen. Die Bauarbeiten zur Erneuerung von zwei historischen Brücken im Verlauf der Landesstraße 3229 zwischen Veckerhagen und dem Hemelberg beginnen in der kommenden Woche.

Eine Umleitung wird nicht nötig.

Mit der Herstellung der Umfahrungen für die beiden Unterführungsbauwerke des Hemelbach und einer Grundwasserableitung nahe Veckerhagen beginnen am Dienstag, 3. Mai, die mehrmonatigen Bauarbeiten zu deren Instandsetzung.

Zunächst werden bis etwa Mitte Juni die vorübergehende Ersatzstraße für die beiden Bauwerke hergestellt. Die Umfahrungen bieten die Gewähr, dass die Verbindungen zum überörtlichen Verkehrsnetz in der gewohnten Weise erreichbar sind.

Straße nicht breit genug

Eine halbseitige Verkehrsführung auf der alten Straßentrasse, einer Allee, kommt aus Gründen der Arbeits- und Verkehrssicherheit nicht in Frage, erklärte Horst Sinemus von Hessen Mobil, dem Straßenbaumanagement des Landes. Die Straße sei nicht breit genug, um ausreichend Arbeitsraum für Baufahrzeuge und Raum für den Straßenverkehr zu bieten.

Während des Baus der Umfahrungen einschließlich der Herstellung einer Behelfsbrücke über den Hemelbach wird der Verkehr halbseitig unter Ampelregelung geführt.

Lediglich zum Einheben der Behelfsbrücke wird die Landesstraße voraussichtlich an einem Samstag Anfang Juni für sechs bis acht Stunden voll gesperrt. Das Wasser unter der zweiten Brücke wird per Rohrleitung unter der Umgehung hindurchgeleitet.

Nach Fertigstellung der Umfahrungen beginnt dann im Juni die Instandsetzung der beiden Brücken, die bereits vor dem Jahre 1900 aus Sandstein erbaut wurden und den heutigen verkehrlichen Ansprüchen nicht mehr gerecht werden. Bereits seit geraumer Zeit ist deshalb im Bereich der Bauwerke die Geschwindigkeit beschränkt und die Fahrbahn verengt. Die Bauwerke müssen nach Vorgaben der Denkmalpflege möglichst originalgetreu wiederhergestellt werden, allerdings mit modernen Materialien im Inneren. Die Instandsetzung der Bauwerke erfolgt in enger Abstimmung mit den für Denkmalpflege und Naturschutz zuständigen Behörden. Sinemus: „Das Bild der Bauwerke bleibt dabei erhalten.“

Die Baustellenumfahrungen weisen jeweils zwei Fahrspuren auf, sodass keine Beeinträchtigungen des Verkehrs zu erwarten sind.

Nach Abschluss der Arbeiten werden die Behelfsbrücke und die Ersatzstraße voraussichtlich im Frühjahr 2017 wieder zurückgebaut. Die exakte Dauer kann noch nicht auf die Woche genau angegeben werden

Das Land Hessen investiert in die Sanierung der Brücken einschließlich der Nebenarbeiten rund 1,2 Millionen Euro. Für das Baufeld und für die Umfahrung wurden bereits im Februar fünf Bäume gefällt.

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