Festwochenende zum 1150-jährigen Ortsbestehen

Viel Betrieb am Weserufer bei Fest in Vaake

Dieter Rodewald, Armin Mantel, Lutz Obenauer und Edgar Rommel (von links) vom Reinhardshäger Modellbauclub Lilienthal stellten ihre Modelle aus und demonstrierten ihr fliegerisches Können mit einer kleinen Flugschau über der Weser.

Vaake. Als die Mitglieder des Orga-Teams „1150 Jahre Vaake" am Samstagmorgen zum Himmel schauten, gab es ein deutliches Aufatmen.

Denn nach den Unwettertagen zeigte sich die Sonne zum großen Festwochenende. Nach und nach kamen die Besucher zum Weserufer, um das bunte Treiben zu genießen. Außergewöhnliche Verkaufsstände fanden großen Anklang: Gesiedete Seifen dufteten über die gesamte Festmeile, Schmuck aus Silberbestecken wurde bewundert und Spezialitäten aus dem Solling kamen gut an. Der Kunsthandwerker Vinzens Hahn aus Vellmar verstand es blendend, seine Objektkunst vorzustellen.

Auch alte Handwerkskunst wurde gezeigt. Günther Samtleben aus Hombressen, der als einer der wenigen die Kunst der Glasveredelung mittels Steinchenschliff beherrscht, bot Erwachsenen und Kindern die Möglichkeit, unterschiedlichste Figuren, Monogramme und sogar vollständige Bilder in Gläser, Vasen, Teller und Scheiben ätzen, gravieren oder schneiden zu lassen.

Stiller Kamerad: Hartwig Holzberg (rechts) und Puppe Fritz zeigten den Unterschied Forstkleidung gestern und heute.

Großes Interesse herrschte auch am Thema Waldarbeit gestern und heute am Stand des Forstamtes Reinhardshagen. Mitarbeiter Clemens Kahle und Hartwig Holzberg verstanden es, mit ihren Erklärungen die Besucher zu fesseln. Diese erfuhren dass in den 80er Jahren erste Sicherheitskleidung aufkam und die erste Motorsäge wurde Ende der 50er Jahre zum ersten Mal eingesetzt. Das Zeitalter der Großmaschinen wie des Harvesters begann in den 90er Jahren. „Der Sturm Wiebke erforderte den ersten großen Einsatz mit dem Harvester“ erläuterte Kahle.

1960 waren in sieben Forstämtern im Reinhardswald 416 Waldarbeiter und 268 Waldarbeiterinnen tätig. Heute sind noch 38 Männer und eine Frau als Auszubildende dort beschäftigt undes gibt auch nur noch ein Forstamt. Als Preis eines kleinen Gewinnspiels lockte die Teilnahme an einer Fahrt mit den Weserflößern.

Fischerei zu alten Zeiten und Dreschen wie damals waren weitere Attraktionen. Am Stand des Feuerwehrvereins gab es einen Luftballonwettbewerb, bei dem 1150 Ballons an beiden Tagen in die Höhe stiegen. Die Modelbaugruppe Lilienthal hatte nicht nur Flugmodelle ausgestellt, die ferngesteuerten Flieger waren bei Helligkeit und bei Dunkelheit in Aktion zu sehen.

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