Gewinner wird noch nicht bekannt gegeben

Windräder: Gebote für Gahrenberg ausgewertet

Reinhardswald. Die besten Angebote für Planung und Bau von Windkraftanlagen auf dem Gahrenberg stehen fest - das bestätigt Hessen Forst auf Anfrage.

Wer die Ausschreibung gewonnen hat und ob es sich um die kommunale Energiegenossenschaft Reinhardswald (EGR) handelt, verrät die Forstbehörde nicht.

Denn die Ergebnisse liegen dem Umweltministerium vor, das nun über eine Veröffentlichung entscheidet. Brisant ist: Die Grünen machen im Hintergrund Druck, Initiativen wie die EGR besser zu berücksichtigen.

So hat der Parteirat der hessischen Grünen kürzlich beschlossen, dass bei der Vergabe von Windkraftflächen im Landeswald lokale Stadtwerke und Bürgerenergiegenossenschaften mehr berücksichtigt werden sollen. Das erklärt Edmund Borschel von den Grünen im Kreistag.

Man gebe Umweltministerin Priska Hinz (Grüne) Rückendeckung, Initiativen wie die EGR verstärkt zum Zug kommen zu lassen oder bei der Forstbehörde zu intervenieren, wenn sie nicht genug berücksichtigt werden. So sollen Energiegenossen es leichter haben, sich gegen große Planerfirmen zu behaupten, die unrealistisch hohe Pachten an das Land versprächen. „Nun muss in Wiesbaden reagiert werden“, sagt Borschel.

Wie die Energiegenossenschaft Reinhardswald abgeschnitten hat, weiß auch Tredelburgs Bürgermeister Kai Georg Bachmann, EGR-Vorstand, nicht. Er rechnet damit, dass Mitbewerber „wesentlich höhere Pachten“ geboten haben. Man habe aber die Info erhalten, dass die EGR auf jeden Fall zu Nachverhandlungen - einem so genannten „last call“ eingeladen wird. Das bestätigt Hessen Forst.

Wie das Umweltministerium mit der Situation umgeht, wird sich nach Einschätzung Bachmanns in den nächsten zwei bis drei Wochen zeigen. Sollte die EGR am Ende den Kürzeren ziehen, will er eine erneute Ausschreibung fordern.

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