Witt zurück am alten Platz: Sozialarbeiterin beendet ihre Elternzeit

Eigener Jugendraum: Zwischen acht und 15 Jugendliche treffen sich hier täglich unter der Aufsicht von Juana Witt. Foto: A. Fischer

Reinhardshagen. Sie ist zurück am alten Arbeitsplatz - und das soll Stabilität in die Jugendarbeit von Reinhardshagen bringen:

Die langjährige Sozialarbeiterin Juana Witt hat ihre Elternzeit beendet und ihre Stelle wieder angetreten. Damit soll es nach langen Schwankungen und Einbrüchen in Sachen Kinder- und Jugendarbeit in Reinhardshagen wieder bergauf gehen.

Die zunächst eingesetzte Vertretung von Witt in Reinhardshagen „verließ die Stelle schon nach kurzer Zeit wieder“, erklärt Robert Hartmann vom Projekt Begegnungen, das für die Jugendarbeit im Ort als privater Träger zuständig ist. „Es ist vorteilhaft, wenn die Angestellten wie ich die örtlichen Gegebenheiten und auch die Menschen dort kennen. Natürlich kann das auch Nachteile haben, wenn man zum Beispiel von einer verzweifelten Mutter zwischen Tür und Angel beim Einkaufen auf die Probleme mit ihrem Kind angesprochen wird“, sagt Juana Witt, die selbst in Reinhardshagen wohnt. In ihrem Job ginge es aber nun mal neben der „einfachen“ Betreuung auch um pädagogische Aspekte.

„In dieser kurzen Zeit der vermehrten Wechsel konnten die Kinder und Jugendlichen schwer ein Vertrauen zu den neuen Sozialarbeitern aufbauen, wie es vorher mir gegenüber vorhanden war“, weiß Witt. Die gewohnte Bezugsperson fehlte auf einmal und so mussten sich Kinder und Jugendliche erstmal an die neue Situation gewöhnen.

Seit ihrer Rückkehr kümmere sie sich nun aber wieder mit Freude um die Jugendlichen, die ihre Freunde im Jugendraum treffen, Hilfe bei Problemen benötigen oder die allwöchentlichen Treffen besuchen. Neben vielen Unternehmungen wie einen Müllsammeltag oder einem Weihnachtsmarkt- oder Kinobesuch arbeite sie auch kontinuierlich mit den Vereinen und dem Reinhardshäger Gewerbe zusammen, um den Jugendlichen zu zeigen, welche vielfältigen Möglichkeiten ihr Wohnort bietet.

Aber auch mit Institutionen wie der Drogenberatung arbeite sie zusammen, um Präventionstage mit den Jugendlichen durchführen zu können. Die täglichen Besuche im Jugendraum und die gemeinsamen Aktivitäten seien für die Jugendlichen eine willkommene Abwechslung zum Schulalltag.

Bereits seit 2007 war Juana Witt für die Jugendpflege in Reinhardshagen zuständig, die schon zehn Jahre lang vom Projekt Begegnungen betrieben wird. Ein Großteil der Kommunen im Umkreis habe einen privaten Träger, der die Pflege der Jugend übernimmt. Dabei sei es aber auch wichtig, dass die jeweilige Gemeinde die Jugendpflege mit finanziellen Mitteln weiter unterstütze. In Reinhardshagen gelinge dies ganz gut, die Gemeinde unterstütze die Arbeit der Sozialpädagogin mit einem Jugendraum und einem Büro. Dies sei nicht in allen Gemeinden der Fall, bedauert Robert Hartmann.

Schlagworte zu diesem Artikel

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.