"Aber nichts ist unmöglich"

Frau sah Wolf vor ihrem Haus in Gieselwerder - Experten sind jedoch skeptisch

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Möglicherweise hat eine Frau am Freitagvormittag, 8. Februar, einen Wolf nur zehn Meter vor ihrer Haustür in Gieselwerder beobachtet - sie sei sich sicher, erklärte sie im Gespräch mit der HNA.

Experten der Forstverwaltung bleiben ohne klare Beweisfotos oder Haarproben aber skeptisch. „Ich kann mir das nicht vorstellen, aber nichts ist unmöglich“, sagte Klemens Kahle als Sprecher des Forstamtes Reinhardshagen angesichts der Uhrzeit und der Nähe zur Wohnbebauung.

Die Hundebesitzerin Monika Steinhäuser war Freitag, 8. Februar, um 10.10 Uhr aus ihrem Haus an der Ecke Schäferkurtswiese und Zum Lumbach (zwischen B 80 und Grillplatz) hinaus in Richtung Mülltonne gegangen. Eigentlich wollte sie kurz danach mit ihrem eigenen Hund spazieren gehen. Dann erblickte sie auf der gegenüber liegenden freien Wiese plötzlich das Tier. "„Von Weitem sah er aus wie ein Schäferhund, aber als er näher kam sah ich, dass es nur ein Wolf sein kann", schilderte sie Minuten später. 

Wolfssichtungen im Reinhardswald selten

Sie hatte keinen Fotoapparat und kein Handy dabei, um ein Beweisfoto zu machen. Sie lief deshalb ins Haus zurück, aber als sie wieder draußen war, war das Tier in Richtung Reinhardswald verschwunden. Eine zweite Frau hatte sich mit ihrem Labrador-Mix genähert und musste ihren Hund anleinen, als er das fremde Tier witterte.

Klemens Kahle bleibt skeptisch. Wolfssichtungen im Reinhardswald seien eher selten und oft ungenau. 2017 habe es zwei durch Förster am Gahrenberg und Staufenberg gegeben, die mit Fotos belegt wurden. Dann gab es 2018 noch zwei am hellen Tag im Wald, die letzte im Sommer. Die seien unbewiesen und fraglich. Ein 2006 im Reinhardswald zugewanderter Wolf starb 2011.  

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