Neue Einrichtung auf dem Festplatz geplant

Zehn Millionen für Altenheim in Reinhardshagen

Hier soll das neue Seniorenheim entstehen: Reinhardshagens Bürgermeister Fred Dettmar und Wolfgang Bertelmann, Voritzender der Gemeindevertretung vor dem Festplatz in Reinhardshagen.
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Hier soll das neue Seniorenheim entstehen: Reinhardshagens Bürgermeister Fred Dettmar und Wolfgang Bertelmann, Voritzender der Gemeindevertretung vor dem Festplatz in Reinhardshagen.

Seit einem Jahr gibt es kein Seniorenheim mehr in Reinhardshagen. Jetzt bekundet ein Investor Interesse an einem Neubau.

Reinhardshagen – In Reinhardshagen soll es in zwei Jahren wieder ein Seniorenheim geben. Die Menetatis GmbH, die bundesweit mehrere Seniorenheime betreibt, möchte in Reinhardshagen eine Einrichtung mit 60 vollstationären Heimplätzen (alles Einzelzimmer) und mit sechs Plätzen für betreutes Wohnen schaffen. Ein entsprechendes Angebot erläuterten Vertreter von Menetatis und der hinter ihr stehenden WI Capital GmbH den Reinhardshäger Gemeindevertretern. Die Kosten für das Projekt belaufen sich nach den Worten von Projektentwickler Matthias Freier auf etwa zehn Millionen Euro.

Als Standort ist der Festplatz vorgesehen. Die Nähe zum Sportgelände ist nach den Worten von Freier und Menetatis-Geschäftsführerin Sandra Leps absolut kein Problem. Im Gegenteil. Zimmer mit Blick auf Straßen, Einkaufsmärkte oder Sportgelände seien bei Bewohnern sehr beliebt.

Menetatis legt Wert auf regionale Besonderheiten – auch beim Essen

Das dreigeschossige Gebäude soll auch Räume für Friseur, Fußpflege, Wäscherei. öffentliches Bistro und Küche enthalten, sagte Leps. Man lege Wert darauf, am jeweiligen Standort auf regionale Besonderheiten Rücksicht zu nehmen und mit bestehenden Einrichtungen gut zusammen zuarbeiten, so Leps. Dies spiegle sich auch in einer regionalen Küche wider. Für den Betrieb des Seniorenheims benötige man 40 bis 50 Kräfte, davon 25 bis 30 im Pflegebereich. Die Zahl könne nicht genauer beziffert werden, da sie vom Grad der Pflegebedürftigkeit der Bewohner abhänge und davon, ob Mitarbeiter Vollzeit- oder Teilzeitstellen haben.

Da für den Festplatz erst Baurecht geschaffen werden muss, wird das Projekt frühestens in zwei Jahren bezugsfertig sein.

Während diese Pläne in der Gemeindevertretung durchweg positiv aufgenommen wurden, gibt es bei einem zweiten Projekt noch großen Diskussionsbedarf: Direkt neben das Seniorenheim, so ein Vorschlag von WI Capital, könnte man einen Kindergarten bauen und ihn anschließend an die Gemeinde vermieten. (Michael Rieß)

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