Sie können aufwendige Reparatur nicht zahlen

Rentnerpaar will ausgebranntes Haus in Gottsbüren abgeben

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Fassung bewahren: Irgendwie kann Monika Skrypzcak es noch immer nicht fassen, alles verloren zu haben. Vom Schlafzimmer aus ging das Feuer los, wo sich ein Elektroheizgerät entzündet hatte. 

Im Oktober brannte in Gottsbüren das Haus der Skrypzcaks. Weil sie das Gebäude wegen einer fehlenden Versicherung nicht reparieren konnten, will sich das Paar von der Immobilie trennen.

Der Grund, das Haus abgeben zu wollen, liegt für die Skrypczaks auf der Hand: Sie können weder in eine aufwendige Instandsetzung investieren, noch könnten sie die Kosten für einen Abriss aufbringen, denn die würden mit mindestens 50.000 Euro zu Buche schlagen.

Um das denkmalgeschützte Haus möglicherweise doch noch zu retten, müsste es so schnell wie möglich bedacht werden. Weil bei den Löscharbeiten alle Ziegel entfernt werden mussten, dringen seitdem die Niederschläge in das Innere. „Wenn nicht bald etwas geschieht, ist das Haus früher oder später Kompost“, sagt Mira Hennecke, Mitglied der Initiative Dorfschatz.

Die Gruppe engagierter Gottsbürener kümmert sich um rund ein Dutzend leer stehender Häuser in dem Trendelburger Ortsteil und versucht, sie an Interessierte zu vermitteln. Das Ziel der Inititiative ist, Gottsbüren als Wohnort möglichst attraktiv zu machen und der Landflucht zu begegnen.

Die dörflichen Strukturen zu erhalten und zu entwickeln, daran hat auch der Landkreis Kassel ein Interesse. Daher hat sich im konkreten Fall auch das Servicecenter Regionalentwicklung des Kreises eingeschaltet. Nachdem der Vorsitzende des Denkmalbeirats, Hans-Dieter Baller, das brandgeschädigte Haus begutachtet hat, signalisiert der Kreis nun Unterstützung. „Wir würden jeden Interessenten begrüßen und ihm eine kostenlose Erstberatung gewähren“, sagt Kreissprecher Harald Kühlborn und weist auf Fördermöglichkeiten hin. 

Fachwerkhaus brennt im Trendelburger Ortsteil Gottsbüren

 © Tanja Temme
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