Tierpark Sababurg: Suche nach Känguru läuft noch

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Känguru auf Landstraße: Diese Aufnahme vom offenbar im Tierpark Sababurg entlaufenen Tier machte unser Leser Normen Rueß am Donnerstag auf dem Weg zur Arbeit.

Sababurg. Helle Aufregung im Tierpark Sababurg am Dienstagmorgen: Egal, wie oft die Tierpfleger im Gehege der Kängurus nachzählten - eines der Tiere fehlte.

Umgehend wurde daraufhin das nähere Umfeld des Geheges und anschließend der ganze Tierpark nach dem Bennett-Känguru Jungtier abgesucht - ohne Erfolg.

Wenig später meldeten sich bereits die ersten Autofahrer, die das Tier an der Bundesstraße 80 zwischen Gieselwerder und dem ehemaligen Gasthaus Waldesruh gesichtet hatten, als es über die Leitplanken lugte. "Das flinke Känguru muss es geschafft haben, durch die Besucherschleuse des Streichelgeheges zu kommen", vermutet Karl Görnhardt, Mitarbeiter der Tierparkverwaltung und erklärt weiter: "Wie das Tier dann aus dem Park herausgekommen ist, wissen wir auch noch nicht. Wir haben das Drehtor am Ausgang als Fluchtmöglichkeit im Verdacht."

Da waren sie noch vereint: Drei Kängurus im Tierpark Sababurg, bevor eines der Tiere (rechts im Bild) zu Wochenanfang ausgebrochen ist.

Was folgte, war eine große Suchaktion. "Wir sind dann sofort losgefahren und haben den Bereich abgeschritten, in dem das Känguru gesehen wurde", berichtet Görnhardt. Doch die Suche blieb am Dienstagmorgen erfolglos.

Bennett-Kängurus können bis zu zehn Kilometern am Tag zurücklegen. Das abzusuchende Gebiet ist dementsprechend groß. Außerdem bietet der Reinhardswald dem Känguru viele Möglichkeiten zum Verstecken.

Auch nach einem weiteren Hinweis am Mittwoch um 6.15 Uhr konnte der Ausreißer nicht gefunden werden. Seitdem sind laut Polizei keine weiteren Hinweise eingegangen.

"Wir suchen jetzt verschiedene Gebiete ab und sind zuversichtlich, dass wir das Känguru bald finden und zurück in sein Gehege bringen können", sagt Görnhardt. Trotzdem seien die Pfleger für jeden weiteren Hinweis dankbar. "Wenn jemand das Tier sieht, sollte er uns umgehend Bescheid geben. Allerdings rate ich, das Känguru nicht festzuhalten. Das würde dem Tier zu viel Stress bereiten", empfiehlt der Tierparkmitarbeiter.

Gefährlich sei das entlaufene Bennett-Känguru nicht. Das etwa einen Meter große Tier sei an Menschen gewöhnt und würde im Zweifelsfall eher Abstand suchen.

Um das Wohlergehen des auch als Bennett-Wallaby bekannten Kängurus, dessen Art ursprünglich aus Tasmanien stammt, muss man sich unterdessen keine Sorgen machen, versichert Görnhardt: "Bennet-Kängurus sind Pflanzenfresser. Im Reinhardswald wird es genug Nahrung finden, um zu überleben."

Wer das Känguru sieht, wird gebeten, sich bei der Polizei in Hofgeismar unter 05671/99280 oder direkt beim Tierpark Sababurg unter 05671/7664990 zu melden. (jon)

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