Brief an Politiker: Sababurg-Mitarbeiter gegen Schließung

Sababurg/Hofgeismar. Die Ankündigung des Landes Hessen, das Schlosshotel Sababurg für zwei Jahre für Renovierungen zu schließen, stößt bei Mitarbeitern auf Unverständnis und sorgt für Widerstand.

In einem offenen Brief an Politiker auf Kreis, Regierungsbezirks- und Landesebene fordern 21 Mitarbeiter diese auf, sich für die Arbeits- und Ausbildungsplätze einzusetzen und Alternativen zu suchen.

Das Hessische Immobilienmanagement hatte (wie berichtet) angekündigt, den seit über 50 Jahren bestehenden Pachtvertrag für die Burggaststätte nicht mehr zu verlängern, sondern den Betrieb für 20 Monate zu schließen, zu sanieren und dann unter neuer Regie wiederzueröffnen.

Bei einer Schließung des Betriebs über eine so lange Zeit gingen nicht nur rund 25 Arbeitsplätze verloren, sondern es müssten sich auch fünf Auszubildende, die zum Teil kurz vor der Abschlussprüfung stehen, einen neuen Ausbildungsplatz suchen. Die durch viele Veröffentlichungen und Bewertungen dokumentierte Erfolgsgeschichte des Dornröschenschlosses Sababurg sei auch ihre Erfolgsgeschichte, die zeige, dass sie hervorragend, arbeiteten, schreiben Peter Stroinski und 20 weitere Beschäftigte in ihrem Brief an den Hofgeismarer Bürgermeister, den Kasseler Landrat, den SPD-Landtagsfraktionsvorsitzenden Schäfer-Gümbel, den Regierungspräsidenten Dr. Lübcke sowie Sozialminister Grüttner und Ministerpräsident Bouffier.

Die Erfahrung der letzten großen Renovierung auf der Sababurg, als der gesamte Küchenkomplex neu gebaut wurde, habe gezeigt, dass der Restaurant- und Hotelbetrieb dennoch weiterlaufen könnte. Mit Sicherheit gebe es Mittel und Wege, die Hotelsanierung auf sozialverträglichem Maß auszuführen. Kein Privathotelier könnte sich eine 20-monatige Schließung finanziell erlauben, schreiben sie. Reaktionen der Empfänger lagen gestern noch nicht vor, da die Briefe noch unterwegs waren.

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa

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