Sieg bei "Mein himmlisches Hotel"

Dornröschenschloss in TV-Serie: Internetseite stürzte ab

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Gemeinsam den Sieg geholt: Günther Koseck freut sich mit einem Teil des Teams den Sieg bei der Vox-Sendung „Mein himmlisches Hotel“ errungen zu haben. Vom Gewinn will der Schlosspächter im Sommer eine Mitarbeiterparty veranstalten.

Sababurg. Das Dornröschenschloss siegte bei dem Hotelwettstreit „Mein himmlisches Hotel“ im TV. Seitdem erreicht Schlosspächter Günther Koseck eine Flut an Mails und Anrufen.

Eine Fernsehsendung kann einen Hotelbetrieb ganz schön auf den Kopf stellen. Zumindest ist auf der Sababurg seit vergangener Woche einiges passiert. Denn da wurde die Sendung „Mein himmlisches Hotel“ ausgestrahlt, bei der Günther Koseck vom Dornröschenschloss Sababurg den Sieg errungen hat.

Gegen drei weitere Hotelbesitzer trat der 47-jährige Schlosspächter dabei an. Schon im Dezember wurde der Wettstreit aufgezeichnet, bei dem jeder der Teilnehmer die Häuser der anderen kennenlernte und bewertete. „Mir war Fairness wichtig - ich wollte mit unserem Haus überzeugen und nicht rumtricksen“, erklärte Koseck. Auch wenn es am Ende für die Sababurg recht eng war, der Nordhesse lag gerade mal mit 0,1 Punkten vorn, so erlangte er doch eine echte Traumpunktzahl. Die sei bisher nur einmal übertroffen worden, freute er sich.

Als am vergangenen Freitag die Sendung ausgestrahlt wurde, trudelten im Schloss schon die ersten Reservierungen ein. Und auch am folgenden Tag stand das Telefon nicht still.

„Natürlich ist das für uns eine tolle Werbung - es ist unglaublich, was für eine riesige Resonanz so eine Sendung nach sich zieht“, erklärt Koseck.

Rosengläser kamen gut an: Seitdem die Sendung ausgestrahlt wurde, ist auf dem Schloss einiges passiert. Beispielsweise wollten viele wissen, wo sie die Rosengläser erwerben können.

Zwischenzeitlich war das Interesse an der Sababurg so groß, dass sogar die Internetseite des Schlosses nicht mehr zu öffnen war. „Die Zugriffe waren einfach zu viele, deshalb hat es Probleme gegeben.“ Daneben erlebte der Schlossherr auch eine wahre Flut an Emails. „Ich kann gar nicht sagen, was die Leute alles wissen wollen - die einen interessierten sich dafür, wo ich meinen Schlafanzug gekauft habe, andere wollten wissen, wo sie unsere Rosengläser erwerben können.“

Auch die nicht vorhandenen Klorollenhalter in den Turmzimmern beschäftigten die Zuschauer. „Da wurden mir etwa Vorschläge von Klorollenhaltern gemacht, die die Leute selbst schön finden und per Email zugesandt.“ Neben den zahlreichen Emails erreichten Koseck auch viele Briefe, über die er sich besonders freute und natürlich blieben auch persönliche Ansprachen nicht aus. „Im Zeitschriftenladen in Kassel beispielsweise, wo mich niemand kennt, sprach mich die Verkäuferin auf die Sendung an.“

Auch ehemalige Mitschüler hätten sich nach Jahrzehnten aufgrund der Sendung bei ihm gemeldet.

3000 Euro hat Koseck bei dem Vox-Wettstreit gewonnen. „Davon machen wir eine tolle Mitarbeiter-Party im Sommer, denn allein hätte ich den Sieg ja nie erringen können.“ Auch wenn die Dreh-Woche sehr anstrengend war, so hat es sich für das Dornröschenschloss allemal gelohnt.

Von Tanja Temme

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