Trotz Sanierung

Kulturprogramm soll Interesse am Dornröschenschloss Sababurg wachhalten

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Sorgen für Kultur und Verpflegung auf der Sababurg: (vorne von links) Jochen Johannink (Kreissparkasse), Stadt-Dornröschen Alisha Beltz, Vizelandrat Andreas Siebert, Andreas Schneider (EAM) und Bürgermeister Markus Mannsbarth sowie oben Theater-Geschäftsführer Olaf Ranft, Christina Wismach (Touristinfo), Gastronom Steffen Heusner, Christian Titz (Landesimmobilien) und Wilfried Eckart (Verkehrsverein).

Sababurg/Hofgeismar. Die Sababurg wird saniert. Trotzdem sollen Veranstaltungen dort stattfinden. Das Programm wurde bereits vorgestellt.

In den nächsten etwa drei Jahren hat das Land Hessen viel vor: 

Es will das Dornröschenschloss Sababurg um- und ausbauen, die Zahl der Zimmer von 17 auf 40 erhöhen, den Ende der 1960er Jahre erbauten Restauranttrakt abreißen und neuerrichten lassen, wozu ein Ideenwettbewerb unter Architekten im nächsten Jahr Klarheit über das Aussehen bringen soll. 

Damit die seit Jahrzehnten als Märchenschloss vermarktete Sababurg trotzdem im Bewusstsein der Menschen bleibt, haben die Stadt Hofgeismar, der Landesbetrieb Bau und Immobilien Hessen (LBIH) und der Heimat- und Verkehrsverein Hofgeismar das Veranstaltungsangebot (wie gemeldet) weiter ausgebaut. 

Vergangene Woche wurde es offiziell vorgestellt. Das Projekt hat für den Zeitraum von April bis Oktober einen Kostenrahmen von rund 40.000 Euro. 

Das Veranstaltungsprogramm wird von der Kasseler Sparkasse, der EAM und dem Landkreis Kassel sowie auch der Hessischen Staatskanzlei durch unterschiedliche Beträge unterstützt.

Die Burg soll während der Bauarbeiten erlebbar bleiben

Das Dornröschenschloss sei enorm wichtig und weil das Land Hessen eine erhebliche Summe in die Sanierung investiere, hätten sich die übrigen Beteiligten zusammen getan, damit die Burg während der Bauarbeiten trotzdem erlebbar bleibt, sagte Hofgeismars Bürgermeister Markus Mannsbarth. 

So sind die Außenanlagen und der Palas an Wochenenden und Feiertagen kostenlos zugänglich, zusätzlich gibt es kostenlose Konzerte und Kurzaufführungen des Dornröschenmärchens sowie abendliche Theatershows gegen Eintritt.

Die Menschen freuen sich über Prinz und Dornröschen

Das Kulturprogramm habe bereits im vergangenen Jahr angefangen und sich einen guten Ruf erarbeitet, das Theaterstück sei auf tollem Niveau, hieß es weiter.

Wilfried Eckart vom Heimat- und Verkehrsverein Hofgeismar berichtete, dass die Menschen sich über eine persönliche Begegnung mit Prinz und Dornröschen immer sehr freuen. 

Im Musikprogramm seien Gruppen aus der Region vertreten und mit dem Theater in der Wolfsschlucht ein Ensemble, das sich mit Märchen sehr gut auskenne. Eckart: 

„Die Sababurg ist das Highlight der gesamten Region, das Märchenschloss dürfen wir auf keinen Fall einschlafen lassen.“

Die Burg ist touristischer Magnet und Wirtschaftsfaktor

Vizelandrat Andreas Siebert dankte im Namen das Landkreises Kassel dafür, „dass hier etwas passiert, sonst wäre nichts mehr los und die Tore endgültig zu.“ Die Burg sei ein wichtiger touristischer Magnet und Wirtschaftsfaktor.

Christian Titz vom LBIH erklärte, dass es bei der Sanierung von Schloss Hirschhorn in Südhessen ein ähnliches Projekt gegeben habe und die Idee mit dem Foodtruck für die Verpflegung gut ankomme. 

Auf der Sababurg mache man nun den nächsten Schritt und sorge auch für Herz und Kultur. Die Terrasse mit den Sitzplätzen werde sicher für Frühschoppenstimmung sorgen können.

Auch Ehrenamtliche unterstützen das Projekt

Jochen Johannink, stellvertretender Vorstandsvorsitzender der Kasseler Sparkasse, unterstrich, dass Burg und Tierpark ein Highlight und ein Leuchtturm im Kulturbereich der Region seien. 

Es sei wichtig, dass die Menschen gerne herkommen und gerne hier leben. Besonders erfreut sei er, dass auch Ehrenamtliche das Projekt unterstützen, um Besucher anzuziehen.

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