Land kündigt umfassende Sanierungen an

Sababurg: Pächterpaar Koseck verlässt Hotel- und Gastronomiebetrieb

+
Pachteten die Sababurg in dritter Generation: Sabine und Karl Koseck vor dem Dornröschenschloss. 

Hofgeismar. Das Land Hessen saniert die Sababurg bei Hofgeismar in diesem Jahr von Grund auf. Dazu verlassen die jetzigen Pächter, das Ehepaar Sabine und Karl Koseck, die Burg zum 30. April 2018.

Aktulalisiert um 19.02 Uhr - Ziel der Sanierungsarbeiten sei es, die Burg langfristig als beliebtes Tourismusziel in Nordhessen mit einem attraktiven Hotel- und Gastronomiebetrieb zu erhalten, heißt es in einer Pressemitteilung. Deshalb bereitet der Landesbetrieb Bau und Immobilien Hessen (LBIH) umfangreiche Bauarbeiten vor, die nach dem Ende der derzeitigen Verpachtung begonnen werden können.

Spätestens zum 30. April verlassen daher die jetzigen Pächter, das Ehepaar Koseck, die Burg am Tierpark Sababurg und übergeben sie wieder an das Land, dem das Gebäude gehört. Darüber war bereits im vergangenen Jahr eine Einigung erzielt worden, heißt es. Kosecks betrieben die Burg bereits in dritter Generation, nachdem die Familie die historische Sababurg 1957 übernommen hatte.

Bis zum 8. April ist die Sababurg noch ohne jede Einschränkung geöffnet, berichtet Geschäftsführer Günther Koseck, Sohn des Pächterpaares. Am letzten April Wochenende soll es zum Abschluss einen Tag der offenen Tür geben. Alle über diesen Termin hinaus geplanten Veranstaltungen sollen dann auf Schloss Höhnscheid bei Bad Arolsen stattfinden. Das historische Gebäude hat Günther Koseck ab Mai gepachtet. Seinen bisherigen Mitarbeitern hat Koseck Weiterbeschäftigungen angeboten. "Wir haben niemandem gekündigt und bislang hat niemand bei uns gekündigt", sagt er.

Günther Koseck

Neuer Betreiber für die Gastronomie gesucht

Der Landesbetrieb sucht schon jetzt einen neuen Betreiber. Dabei wollen auch Stadt und Kreis Unterstützung anbieten, sagt Hofgeismars Bürgermeister Markus Mannsbarth. „Die Sababurg ist für die ganze Region etwas besonderes. Ein neuer Pächter muss langfristig hohe Qualität bieten können“, sagt er. Günther Koseck lässt offen, ob seine Familie sich wieder um die Pacht der Sababurg bewerben wird. 

Sicher ist: Ein neuer Pächter dürfte die Marke Dornröschenschloss nicht ohne Weiteres nutzen. Die Rechte daran hält Koseck. Alles was mit der Märchenfigur zu tun habe, darunter Rosen und die Statue, will er mitnehmen und auf Schloss Höhnscheid weiternutzen.

Modernisierung ist geplant

Der Umbruch soll laut Land Hessen genutzt werden, um einige grundlegende Sanierungs- und Modernisierungsarbeiten anzugehen, die während des laufenden Hotel- und Gastronomiebetriebs nicht möglich waren und sind. Dafür müsste das Hotel dann vorübergehend geschlossen werden, wie lange ist aber noch unklar. Trotz der Einschränkungen durch die Bauphase könnte zumindest die Außenbewirtschaftung in den Sommermonaten aufrechterhalten bleiben.

Nach jetziger Planung sollen die Gästezimmer jeweils mit modernisierten Nasszellen ausgestattet werden. Die Restaurantküche samt ihrer Technik und die dazugehörigen Kühl- und Lagerräume werden erneuert. Geplant sind Arbeiten an der Strom- und Wasserversorgung, an der Abwasseranlage und an der Brandmeldeanlage. Der Westturmhelm wird bereits im Sommerhalbjahr 2018 neu errichtet werden. Arbeiten an der Außenanlage sind ebenfalls vorgesehen.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.