Lauf im Tierpark feiert Jubiläum

Sababurg: Wollschweingehege soll durch Tierparklauf erneuert werden

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Sollen ein neues Gehege bekommen: die Wollschweine im Tierpark Sababurg.

Sababurg. Sein zehnjähriges Jubiläum feiert der Tierparklauf im Tierpark Sababurg am Sonntag, 19. August, ab 9 Uhr. Diesmal ist der Jubiläumslauf ein Spendenlauf für die Wollschweine.

Der größte Teil des Startgeldes wird für den Neubau eines Stalls verwendet. Auf möglichst große Starterfelder in den Läufen und beim Walking hoffen Landrat Uwe Schmidt, Tierpark-Betriebsleiter Uwe Pietsch und Karl Görnhardt von der Tierparkverwaltung. „Dann würde unser Projekt schon einen guten Anschub bekommen“, erklärte das Trio im Vorfeld.

Die Laufstrecken führen im Tierpark über befestigte Parkwege. Die Strecke verläuft an der historischen Außenmauer und gibt einen Überblick über die Größe des Parks. Die Halbmarathon-Strecke verlässt nach der Runde an der Außenmauer das Gelände und führt durch den Reinhardswald oberhalb von Gottsbüren. Der Nachwuchs absolviert eine Pendelstrecke zwischen dem Info-Zentrum und dem Bauernhof.

Der Tierparklauf lockte 2017 350 Athleten an.Gesammelt wurden Punkte für den Reinhardwald-Cup und Geld für die Uhus. 

Der Tierparklauf ist die vorletzte Station im Reinhardswald Lauf- und Walkingcup. Für 27 Läufer und Walker mit bislang zwei Starts in der vorläufigen Cup-Tabelle sind der Tierparklauf und auch das Finale in Holzhausen eine Woche später ein Pflichttermin. Nur dann kommen diese Sportler noch auf die geforderten vier Starts für die Cup-Wertung.

Das Startgeld beträgt für die drei Hauptstrecken 15 Euro. Im Startgeld ist der Eintritt für den Tierpark, auch für alle Familienmitglieder, bereits enthalten. Für Schüler und Jugendliche bis Jahrgang 1999 kostet der Lauf 2 Euro.

Voranmeldungen bis 17. August über www.tierparklauf.de sind erwünscht und erleichtern die Organisation. Am Wettkampftag ist eine Anmeldung bis 20 Minuten vor dem jeweiligen Lauf möglich.

Startzeiten

9 Uhr: 21 Kilometer

9.10 Uhr: 500 Meter (Bambini)

9.30 Uhr: 1000 Meter (Schüler/innen)

10 Uhr: 10 Kilometer

10.15 Uhr: 5 Kilometer

10.20 Uhr: 5 Kilometer Walking

Neues Heim fürs Wollschwein

Schwitzen für die Wollschweine, heißt es am Sonntag im Tierpark Sababurg: Von den Einnahmen des Tierparklaufs sollen dieses Mal die grunzenden Ungarn profitieren, also die 13-köpfige Rotte der Mangalitza, die hoch oben am Bauernhof ihr Gehege hat. 

Genau das soll mittels des Spendenlaufs erneuert werden, gibt es doch dort vor allem Probleme mit der Behausung der lockigen Schweine. „Wenn wir starken Niederschlag haben, ist es oft feucht im Schweinehäuschen, denn das Wasser fließt hier hinein“, sagt Tierpfleger Lars Weß. Neben dem neuen Stall soll auch der Freilauf der Wollschweine ansprechender gestaltet werden, etwa mit einer schönen großen Suhle für die Tiere. 

Fühlt sich wohl: der Nachwuchs der Wollschweine im Tierpark.

Natürlich haben sie schon jetzt Gelegenheit, sich im Nass zu wälzen, quasi Wellness an vielen kleinen Stellen im weitläufigen Gehege zu machen, doch da scheint es noch Verbesserungsmöglichkeiten zu geben. Dank ihrer dicken Fettschicht und des dichten Wollkleides können sie das ganze Jahr im Freien leben. „Im Sommer kühlen sie sich im Schlammbad ab und im Winter liegen sie genüsslich auf etwas Stroh im Schnee“, weiß der Tierpfleger. Weß hat übrigens großen Respekt vor der Tierart, besonders jetzt, wo sich acht Ferkel neben vier weiblichen Schweinen und einem Eber im Gehege tummeln: „Auf gar keinen Fall kann man jetzt zu den Schweinen hinein gehen – sie passen so gut auf ihre Kleinen auf, dass man da schnell von ihnen attackiert wird.“ 

Tatsächlich hätte schon mal jemand während dieser Phase einen Sprung über den Zaun gemacht, da würden die Muttertiere keinen Spaß verstehen. Hinzu kommt, dass die eigentlich recht behäbig ausschauenden Schweine gute Springer sind und auch hohe Hindernisse überwinden könnten. 

Grundsätzlich ist diese seltene Nutztierrasse aber eher sanftmütig und gesellig. Nur wenn Weß sich mit einem Eimer voller Leckereien nähert, kommt Bewegung in die Gruppe: Da wird auch schon mal um das Lieblingsessen gestupst, gerangelt und gekämpft. In ein paar Monaten werden die Frischlinge den Park verlassen, an andere Liebhaber dieser Rasse verkauft, da die Rotte sonst zu groß würde. Nur der Eber und seine vier Damen bleiben. Es soll ja im kommenden Jahr wieder Nachwuchs bei den Wutzen geben.

Schon gewusst:

• In Deutschland gibt es nur noch 400 reinrassige Wollschweine.

• Ein Wollschwein braucht drei- bis viermal solange wie ein Hausschwein, um schlachtreif zu werden. 

• Mit fünf bis sechs Ferkeln bringen Wollschweine deutlich weniger als eine Zuchtsau zur Welt.

• Wollschweine gehören mit einem Fettanteil von 65 bis 70 Prozent der Körpermasse zu den fettesten Schweinerassen. 

• Die Gastronomie hat das besondere Fleisch der Wollschweine wiederentdeckt. Besonders in der Schweiz und Österreich ist es sehr beliebt.

• Zur Landschaftspflege werden oft Wollschweine genutzt, da sie sehr robust und marschtüchtig sind.

Das Wollschweingehege im Tierpark Sababurg soll erneuert werden

 © Tanja Temme
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