Hessen sieht Vorteile für Tourismus durch stärkere Einbindung des Landkreises

Sababurgpächter Koseck vom Land enttäuscht

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Hotel auf dem Gipfel: Die Sababurg wurde auf der Spitze eines ehemaligen Vulkans erbaut. Rechts grenzt das Vorwerk an, heute Betriebshof des Tierparks.

Hofgeismar/Sababurg. Monatelang gingen bereits die Gerüchte durch den Kreisteil Hofgeismar, dass Veränderungen auf der Sababurg anstehen. 

Doch Anfang Juni hieß es noch: Die Sababurg wird saniert, aber nicht ohne die Kosecks.

Doch am Dienstag hörte sich das ganz anders an: Eine Sanierung im laufenden Betrieb sei nicht geplant gewesen, bestätigte Hans Joachim Schmidt, Direktor des Hessischen Immobilienmanagements. Das Pächterehepaar habe sich zurückziehen wollen, deshalb nutze man die Gelegenheit, löse das Pachtverhältnis und saniere die Burg.

Im Anschluss sei dann geplant, dem Landkreis die Sababurg zu übergeben, um Vorteile zu nutzen, die sich ergeben, wenn Burg und Tierpark aus einer Hand verwaltet werden. Das Ziel: mit einer attraktiveren Burg den Tourismus stärken.

Die Kosecks waren laut ihrem Sohn aber nicht über den Schritt persönlich informiert worden: Eine Kündigung war zugestellt, aber nicht geöffnet worden.

Günther Koseck zeigte sich gefasst, aber enttäuscht: Die Familie habe viel Geld in die Burg investiert und dafür eine angemessene vertragliche Absicherung erwartet - doch die gab es nie. Sogar einen Entwicklungsplan habe man für 50.000 Euro mitfinanziert.

Über den Zeitpunkt einer Sanierung gab es zwar unterschiedliche Ansichten, doch im Weg gestanden habe die Familie dem Vorhaben nicht. Im Gegenteil hatte Koseck sogar größere Investitionen gefordert. Freiwillig will er das Feld nicht räumen.

Das Land plant nun unter anderem den Umbau und die Modernisierung von sechs Hotelzimmern im Hauptgebäude unter Einbezug der Balkone als Erweiterung der Flächen sowie von weiteren drei Hotelzimmern. Auch das Trauzimmer und die WC-Anlagen im Untergeschoss sollen erneuert werden.

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