Sanierung stockt

Stillstand für weitere Sababurg-Projekte

Sababurg

Sababurg. Fünf Jahre wurde die historische Substanz der Sababurg vom Land Hessen saniert, um größere Folgeschäden an den alten Mauern zu verhindern. Doch die dringend nötige Sanierung des in den 1960er-Jahren aufgebauten Hotelbetriebs in der Burg stockt.

Grund sind gescheiterte Verhandlungen zwischen Land und Pächterfamilie. Eine ursprünglich geplante Erweiterung des Hotels um einen Neubau ist weiterhin zurückgestellt, aber möglicherweise nicht ganz vom Tisch. „Wir sind da in einer ziemlich misslichen Situation“, erklärte Hotelpächter Karl Koseck auf Anfrage.

Veranschlagte 6,4 Millionen Euro - die Maßnahme ist noch nicht ganz abgerechnet - hat das Land zwischen 2007 und Ende 2012 in die Sanierung der 679 Jahre alten Burg gesteckt, wie Renate Gunzenhauser als Sprecherin des Hessischen Immobilienmanagements gegenüber dieser Zeitung erläuterte. Die gesamte Ringmauer wurde teilweise abgetragen und neu aufgebaut, mit Ankern und Beton-injektionen gesichert. Die Mauern des Palas wurden von Bewuchs befreit und komplett neu ausgefugt, der Treppenturm instandgesetzt. Zudem wurden vier Hotelzimmer im Ostturm entkernt, erneuert und hochwertig ausgestattet.

Die Sanierung weiterer neun der insgesamt 17 Hotelzimmer im Hauptgebäude ist zwar geplant, aber bis auf weiteres abgesetzt. Ursache: Die Sanierungen sind so umfangreich, dass der Hotelbetrieb mehrere Monate schließen müsste. Das will der Hotelpächter aber unter den vorgegebenen Bedingungen nicht hinnehmen. Eine solch lange Schließung in der Saison könne der Betrieb nicht verkraften, meint Hotelier Koseck. Es gibt deshalb nun keine konkreten Planungen für weitere Sanierungen - ebensowenig wie für einen eigentlich nötigen An- oder Neubau.

Von Thomas Thiele

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