Modernisierung des Eingangs soll Besucherandrang entzerren

Tierpark Sababurg: Neubau gegen lange Schlangen

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Großflächig freigeräumt: Für die Zufahrt zur Baustelle (hinten links die Gaststätte) mussten zwei zehn Meter große Lücken in die Tierparkmauer gebrochen werden. Dort war die Mauer sowieso sanierungsbedürftig. 

Sababurg. Das zur Tierparkeröffnung 1971 erbaute und 1979 erweiterte Kiosk- und Kassenhäuschen des Tierparks Sababurg ist Geschichte.

Nach seinem Abriss haben diese Woche die Arbeiten für zwei Neubauten begonnen.

Das 1,6-Millionen-Euro-Projekt soll die Situation am Eingang entzerren, wo sich vor allem bei besonderen Veranstaltungen im Park lange Warteschlangen bildeten und sich die Besucherströme von Eingang und Ausgang kreuzten.

Gestern präsentierten Vizelandrätin Susanne Selbert und Betriebsleiter Uwe Pietsch die Baustelle und die konkreten Pläne im Detail. Kerngedanke der Planungen ist es, den Eingang und Ausgang voneinander zu trennen, damit sich die Besucherströme nicht mehr kreuzen.

Öffnung der historischen Tierparkmauer

Dazu wird eine weitere Öffnung in der historischen Tierparkmauer von 1571 nötig. Die jetzigen Breschen für die Baustelleneinrichtung werden bis auf kleine Pforten wieder geschlossen. Für die Durchbrüche wurden Stellen gewählt, an denen die Mauer ohnehin sanierungsbedürftig war, erläuterte Selbert.

Das Hauptgebäude wird etwa 20 mal zehn Meter groß und erhält neben zwei normalen Kassen noch vier zusätzliche Kassen für Großveranstaltungen, also zwei mehr als bisher.

In schwächeren Zeiten kann das Personal Kasse und Shop gleichzeitig bedienen. Im Obergeschoss zieht die Verwaltung ein, im Erdgeschoss erhält das künftige Naturparkzentrum Reinhardswald auch einen Eingang von der Parkplatzseite.

Zweiter Neubau mit Toiletten und Kiosk

Im zweiten Neubau werden Toiletten sowie ein Kiosk mit Imbissmöglichkeit und Freisitz untergebracht. Die Aufteilung in zwei Bauten wurde wegen des ansteigenden Geländes nötig.

Die Gestaltung erfolgt mit Sandsteinwänden, Glasflächen, Lärchenbrettern und Eichensäulen, so dass sie in die Gestaltung der Tierparkmauer und des Parkgeländes eingebunden werden. Der Entwurf von Manfred Lenhart vom Büro Baufrösche hält sich bewusst zurück. Die drei Konkurrenzentwürfe anderer Büros waren weitaus massiver.

Die Rohbauten sollen im Mai fertig sein, der Einzug ist zum Jahresende geplant. 

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