Zwölf Rettungspunkte eingerichtet

Notrufe jetzt von überall möglich: Tierpark Sababurg verbessert Sicherheit

Ausgebildete Ersthelfer: Lena Waldeck und Lars Weß gehören zu den ersten Mitarbeitern des Tierparks, die vom DRK geschult wurden. Peter Stahl (hinten) und Dirk Biene (rechts) überreichten den Defibrillator.

Der Tierpark Sababurg meldete zuletzt Besucherrekorde. Wo mehr Menschen unterwegs sind, muss auch die Sicherheit verbessert werden. Deshalb wurden zwölf Rettungspunkte im Park eingeweiht.

Die Besucherzahlen des Tierparks sind in den letzten Jahren kontinuierlich auf rund 320 000 gestiegen. Vor allem bei den Großveranstaltungen, wie dem Mittelalterlichen Spectaculum, lockt der Park an einem Wochenende bis zu 10 000 Menschen an.

Mobilfunknetz verbessert

„Mit den gestiegenen Besucherzahlen ist jedoch auch das Risiko für Unfälle und Notfallsituationen gestiegen“, erklärt Vizelandrätin Susanne Selbert und bedankt sich bei dem Rettungsmediziner Peter Stahl für die Initiative in diesem Projekt.

„In einem ersten Schritt haben wir vermehrt DRK-Einsätze für Veranstaltungstage mit hohem Besucheraufkommen eingeplant“, sagt Tierpark-Chef Uwe Pietsch. „Besucher und Mitarbeiter können sicher sein, dass im Notfall innerhalb weniger Minuten kompetente Hilfe einsatzbereit ist.“

Rettungspunkt: Zwölf gut erkennbare Rettungspunkte wurden an strategischen Stellen im Tierpark eingerichtet. Fotos: G. Hoffmann

Zudem wurde die Mobilnetzabdeckung im Park verbessert, sodass es ab sofort möglich ist, von überall im Tierparkgelände Notrufe abzusetzen. Diese gehen dann bei der Leitstelle ein, die einen Rettungswagen losschickt, aber auch die Mitarbeiter im Tierpark werden informiert. In der Vergangenheit ist es vorgekommen, dass Besucher einen Notruf abgesetzt haben, die Mitarbeiter am Eingang aber die Rettungskräfte nicht einweisen konnten, weil sie nichts von dem Vorfall wussten. So ging wertvolle Zeit verloren. Nun wurden nicht nur alle Mitarbeiter mit einem Diensthandy ausgestattet, es wurden zudem zwölf Rettungspunkte auf dem Tierparkgelände verteilt. Diese sind nicht durch Nummern ausgewiesen, sondern durch Namen wie „Wölfe“, „Steinböcke“ oder „Museum“.

Besucher könnten sich diese Namen zum einen besser merken, zum anderen dienten sie zur Orientierung im Tierpark. So könne die schnelle Rettung per Rettungswagen oder Hubschrauber zusammen mit den Tierparkmitarbeitern genauer koordiniert werden.

„Nichts verkehrt machen“

Darüber hinaus wurden bereits sechs Mitarbeiter des Tierparks vom DRK Hofgeismar in einem Ersthelfer-Lehrgang neu geschult. Weitere Schulungen folgen.

Auch technisch rüstet der Tierpark auf und positioniert ab sofort einen Defibrillator am Infozentrum in der Nähe des Tierparkeingangs. „Man kann hier nichts verkehrt machen“, beruhigt Dirk Biene, Ausbilder beim DRK-Kreisverband Hofgeismar, „das Gerät ist selbsterklärend und führt eine Diagnose am Patienten durch, bevor ein Stromstoß freigesetzt wird. Man kann niemandem damit schaden.“

Zusammen mit den klassischen Erste-Hilfe-Maßnahmen, die weiterhin unverzichtbar seien, helfe das Gerät in einem Notfall, Leben zu retten.

Von Gitta Hoffmann

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