135 Tierpaten besuchten ihre Schützlinge im Tierpark Sababurg

Ganz nah bei den Pinguinen: Die Seevögel gehörten im vergangenen Jahr noch zu den zweitbeliebtesten Tieren des Parks. Von Erdmännchen und Eseln wurden sie auf Platz drei verdrängt. Ihren Paten war dies egal, sie hatten auch so viel Freude mit ihren Tieren.

Sababurg. Pinguin Fritzi, Esel-Stute Trudy oder Erdmännchen Timon - sie alle bekamen nun einen ausgiebigen Besuch von ihren Paten.

Mehr als hundert Interessierte nutzten die Gelegenheit, sich ihrem Patentier im Tierpark Sababurg, so nah wie möglich zu nähern.

410 Patenschaften gibt es aktuell. „Je nach Tierart ist dafür ein Betrag festgelegt - ein Wellensittich-Pate muss 50 Euro zahlen, ein Esel kostet 80 Euro und eine Elch-Patenschaft bekommt man für 500 Euro“, sagt Biologin Dr. Sandy Rödde. Hatten im vergangenen Jahr noch die Esel die meisten Förderer, so wurden diese nun von den Erdmännchen auf Platz zwei verdrängt, dicht gefolgt von den Pinguinen, die ebenfalls zu den beliebtesten Tieren zählen. Pate kann man für jedes Tier werden. So gebe es Menschen, die einen Steinbock förderten, einen Luchs und ja, sogar eine Biene sei dabei, erklärt Vizelandrätin Susanne Selbert, die alle 135 Paten begrüßte.

Aufgeteilt in Gruppen machten sich die Paten mit den Tierpflegern auf zu ihren Schützlingen. Besonders viel Spaß gab es bei den Erdmännchen, die auch schon mal auf ihre Unterstützer hüpften. Reichlich Streicheleinheiten wurden bei den Eseln verteilt, wobei natürlich der Nachwuchs nicht zu kurz kam. Auch bei den Pinguinen war die Stimmung gut, haben die kleinen Seevögel doch keine Berührungsängste und knabberten sanft am Finger ihrer Paten. „Das ist einfach ein besonderes Erlebnis - auch die jungen Pinguine aus nächster Nähe sehen zu dürfen, ist toll“, sagte Waltraud Rehberg aus Kassel. Trotz Distanz kamen auch Paten von Raubtieren wie Wolf und Luchs auf ihre Kosten. Für sie gab es Fütterungen der Tiere und viele Informationen.

Tatsächlich ist eine Patenschaft offenbar ein beliebtes Geburtstagsgeschenk - so bekam etwa Mariella Schmitt aus Hofgeismar von ihren Großeltern eine Erdmännchen-Patenschaft geschenkt.

Seit seinem Ehrentag ist auch Thomas Twiehoff aus Paderborn Pate von Waschbär Freddy. Diese habe seine Freundin möglich gemacht, da Waschbären seine Lieblingstiere seien. Für seinen Silberfasan hingegen hat sich Michael Reisenauer selbst entschieden - er möge diese Tiere einfach und fühle sich zudem mit dem Tierpark sehr verbunden, so der Marsberger.

Wer eine Patenschaft übernimmt, wird im Eingangsbereich auf einer Schautafel verewigt. Die längsten sind schon seit Ende der 90er-Jahre dem Tierpark treu.

www.tierpark-sababurg.de

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