Bis zu drei Hochzeiten pro Tag auf der Burg nun möglich

Trotz Rechtsstreit wieder Trauungen auf Sababurg

Dort darf wieder getraut werden: die Sababurg. Foto: Blåfield/nh

Sababurg. Ab sofort sind wieder standesamtliche Trauungen auf der Sababurg möglich.

Nach klärenden Gesprächen mit dem Hotelgeschäftsführer hat der Hofgeismarer Magistrat zugestimmt, dass das Standesamt der Stadt wieder Trauungstermine annimmt. Wegen eines anhängigen Klageverfahrens kann die Stadt die Ausführung der Trauungen auf der Burg aber nicht garantieren und bietet alternative Trauungsorte an.

Nachdem das Land Hessen den fast 60 Jahre gültigen Pachtvertrag mit der Pächterfamilie Koseck zum Jahresende 2015 nicht mehr verlängert hatte, nahm die Stadt Hofgeismar keine Trauungstermine für die Standesamts-Außenstelle auf der Burg mehr an, weil sie die Termine nicht garantieren könne. Der Ausgang des von der Pächterfamilie angestrengten Gerichtsverfahrens gegen die Vertragskündigung sei zu ungewiss, sagte Bürgermeister Markus Mannsbarth. Das Verfahren dauert etwa acht Monate, dazu kommt noch die Kündigungsfrist, aber ohne Gewähr.

Nach Kritik an der Stadt brachten klärende Gespräche des Hotelgeschäftsführers Günther Koseck mit dem Magistrat eine Einigung: Das Standesamt nimmt jetzt wieder bis zu drei Hochzeiten pro Tag auf der Burg an, die künftigen Ehepaare erhalten aber ein Schreiben, dass der Termin nicht garantiert werden kann. Im Notfall stehen alternative Trauräume unter anderem im Rathaus zur Verfügung.

Zudem wurde zwischen Stadt und Hotel eine Kooperationsvereinbarung über das Marketing erarbeitet, die von Günther Koseck noch unterzeichnet werden muss. Sie regelt, welche Marketingelemente wie genutzt werden, um Doppelungen zu vermeiden. Das Schlosshotel hat von den 25 Voranfragen für Trautermine für 2016 inzwischen ein Dutzend fest gebucht, bestätigte Seniorchef Karl Koseck am Mittwoch.

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