Kreative Wagen 

"Spaceshuttle" oder "Fledermaus": Seifenkistenrennen in Lippoldsberg

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Sie flogen sogar: Damit die Kinder mit ihren Kisten in die Luft kamen, hatte das Bauhütten-Team eine Art Seilbahn im Dorfpark aufgebaut. An der fliegt hier gerade Julius in seinem Entdeckerreisen-Vogelmobil durch die Lippoldsberger Lüfte. 

Lippoldsberg. Das Lippoldsberger Kinder- und Jugendprojekt hat wie im Vorjahr zum Saisonabschluss ein Seifenkistenrennen veranstaltet, das auch an eine alte Tradition erinnern soll.

Damals sollten die Kinder möglichst flotte Gefährte auf die Piste bringen. Diesmal wollte das Team um Bauhüttenchefin Ulrike Trappe noch eins draufsetzen. „Wir mussten tüfteln, damit Fahren, Fliegen und Schwimmen gut funktionierte“, sagte die 45-Jährige. Erst einige Tage vor dem Ereignis ging es mit dem Bau der Fliewatüüte los. Die Teilnehmer konnten einiges aus ihrem Bestand „recyceln“.

Aufgeteilt in Dreiergruppen hatten sich 21 Kinder aus Orten des Weserberglandes ans Werk gemacht. Sie entwickelten Ideen, sägten und hämmerten, bevor es ans Dekorieren der Gefährte ging. So gingen die einen auf einer „Fledermaus“ an den Start, andere auf einem „Spaceshuttle“ oder mit einem „Entdeckerreisen-Vogelmobil“.

Damit die Besucher die Fahrzeuge verstanden, stellte jede Gruppe ihre Kiste vor. „Denn in der Endwertung zählt nicht nur Schnelligkeit. Auch die Geschichte, der Teamgeist und die Verkleidung gehen in die Bewertung ein“, erklärte Trappe. Dabei knüpfte sie auch an eine fast vergessene Lippoldsberger Tradition an, das Backetrogrennen, das noch bis vor 15 Jahren mit Holzmullen im Mühlbach stattfand.

Sie flogen sogar: Damit die Kinder mit ihren Kisten in die Luft kamen, hatte das Bauhütten-Team eine Art Seilbahn im Dorfpark aufgebaut. An der fliegt hier gerade Julius in seinem Entdeckerreisen-Vogelmobil durch die Lippoldsberger Lüfte. 

Bevor es ins kühle Nass ging, stand erst mal Fliegen auf dem Programm: Entlang einer Seilbahn brauste jeweils ein Pilot durch die Luft, was sichtbar viel Spaß brachte. Anstrengender war da schon das Vorwärtskommen im Wasser, denn ohne kräftiges Paddeln rührten sich die Starter nur wenig. Auch die letzte Etappe verlangte den Kindern einiges ab. Da mussten sie Slalom fahren, Brücken und unebenen Grund überwinden.

Auch wenn alle Bereiche gut abgesichert waren, so war Moderatorin Trappe der Meinung, dass „jedes Kind ein Recht auf Risiko hat, denn sie könnten selbst schon ganz gut einschätzen, was möglich ist“.

Das Rennen machte diesmal das Team Taxi, das mit dem Bauhütten-Wanderpokal nach Hause gehen konnte. Nach dieser Veranstaltung darf man gespannt sein, was sich das Kinder- und Jugendprojekt im nächsten Jahr für die Abschlussveranstaltung überlegen wird. Zu toppen ist dieses Rennen nur schwer.

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