Kirmes in Lippoldsberg nach Pause wiederbelebt

Schaum brach Rekorde

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Bad im Schaum: Melanie Mesch und Alexander Frankt waren begeistert von der Abwechslung, die bei der Party geboten wurde. Sie tanzten ausgelassen im knöchelhohen weißen Meer. 

LIPPOLDSBERG. Die Erwartungen der Kirmesburschen in Lippoldsberg wurden übertroffen: Knapp 800 Besucher waren gekommen, um im 42 Quadratmeter großen Schaumbad oder im schaumfreien Bereich im Festzelt nahe der Weser zu tanzen und zu feiern.

„Die Besucherzahl hat unsere Erwartungen übertroffen, wir wollten den Rekord von unserer vorangegangenen Black and White Party im Frühjahr mit 450 Besuchern, knacken und das haben wir geschafft“, sagte Kirmesbursche Timo Hasenkopf in einer ersten Bilanz.

Dass die Kirmesburschen nach immerhin 17-jähriger Pause wieder eine Kirmes mit Schießbuden, Fahrgeschäften und Zeltpartys auf dem Festplatz an der Weser veranstalteten, lag vor allem an der Ermutigung und dem Vorschlag der Altkirmesburschen, die früher diese Veranstaltungen auf die Beine gestellt haben.

Zwei Mal im Jahr treffen sich die 22 Mitglieder mit den Älteren, die entweder verheiratet oder zu alt geworden sind, um gemeinsam die Organisationen des Vereins zu planen und zu besprechen. Bei der jüngsten Jahreshauptversammlung habe man sich dann endlich dazu entschlossen, neben anderen Feiern wieder das traditionelle Kirmesfest auf die Beine zu stellen, dessen Auftakt und Höhepunkt die Schaumparty am Freitag war.

Viel Arbeit nötig

Doch dahinter stehe auch viel Organisation, neben dem Gewinnen von Sponsoren sei auch die Koordination der Getränkelieferanten, der Security und der Budenbetreiber wichtig, berichten die Kirmesburschen. Timo Hasenkopf: „Nun werden wir aber auch für die vielen vergangenen Veranstaltungen, die wir sonst organisiert haben, belohnt, da wir bereits nicht nur im Dorf für die besten Partys in der Region bekannt sind.“

Auch die Gäste waren begeistert vom ersten Abend und hatten Spaß im Schaumbad. „Die Idee mit dem Schaum, der von der Decke kommt, finde ich super. Das ist mal was ganz Anderes, das es in der Form nicht oft in der Region gibt“, sagt Alexander Frankt. Diejenigen, die das nasse Eurolite Schaumkonzentrat, das durch eine Vorrichtung von der Decke kam, nicht mochten, konnten im schaumfreien Bereich tanzen und die Musik genießen.

„Wir sind extra aus Osnabrück für den heutigen Abend angereist. Mir gefällt es sehr gut hier, die Musik ist gut, sodass ich gerne dazu tanze und Spaß habe“, sagte Anna Vonderwellen.

Nicht jedes Jahr

Trotz dieser positiven Meinungen wollen die Junggesellen ihre Kirmes und die Schaumparty nicht jedes Jahr veranstalten, sondern höchstens alle zwei bis drei Jahre. „Es soll immer noch etwas Besonderes bleiben, wenn die Party jedes Jahr stattfindet, flachten die Besucherzahlen sicher bald ab und so kann man sich schon lange im Voraus auf dieses außergewöhnliche Event freuen“, sagte Hasenkopf weiter.

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