Schauspieler Jürgen Vogel dreht Kinofilm in Immenhausen

Tolle Sache: Filmdreh für den Abenteuerfilm mit Pferden „Ostwind“ mit Jürgen Vogel (links) auf Gut Waitzrodt bei Immenhausen. Foto: Schorn

Immenhausen. Täglich finden sich derzeit etwa 55 Schauspieler und Filmleute auf Gut Waitzrodt bei Immenhausen ein.

Hinzu kommen 666 Komparsen für das Kinofilmabenteuer „Ostwind“, das bis Ende August dort und in der Umgebung gedreht wird. Doch von Hektik ist am Filmset nichts zu spüren. Ein kurzer Schauer, die Abschiedsszene im Auto muss unterbrochen werden. Kein Problem für die Schauspieler, Filmmenschen und Tiertrainer. Gelassen ziehen sie sich in den trockenen Vorbau der Reithalle zurück – dort, wo auch das Catering der Filmcrew untergebracht ist. „Wir liegen trotz der Regenpausen gut in der Zeit“, erklärt Filmproduzentin Ewa Karlström von der Münchener Firma „Sam Film“.

40 Drehtage sind für den Film, der sich vor allem an Kinder und Jugendliche richten soll, eingeplant. Darin dreht sich alles um Mika (Hanna Höppner, 13), die in den Sommerferien auf dem Gestüt ihrer strengen Großmutter (Cornelia Froboess) für die Nachprüfung büffeln muss. Dort findet sie den nervösen Rappen Ostwind, der von niemandem geritten werden kann. Doch Mika baut eine ganz besondere Beziehung zu dem Hengst auf.

Ostwind wird in Wahrheit von vier Pferden gespielt, es gibt mehrere Reiterdouble wie etwa Stuntfrau Kenzie Dysli, die im Winter in Spanien lebt und im Sommer mit ihren Stuntpferden auf Tour in Deutschland ist. Auch eine Pferdevisagistin, die dafür sorgt, dass die vier schwarzen Pferde im Film alle gleich aussehen, gehört zur Crew. Diese dreht beim Pressetermin am siebten Drehtag gerade die Abschiedsszene für das Ende des Kinoabenteuers.

Dreharbeiten mit Jürgen Vogel in Immenhausen

 © HNA/Schorn
 © HNA/Schorn
 © HNA/Schorn
 © HNA/Schorn
 © HNA/Schorn
 © HNA/Schorn
 © HNA/Schorn
 © HNA/Schorn
 © HNA/Schorn
 © HNA/Schorn
 © HNA/Schorn
 © HNA/Schorn
 © HNA/Schorn
 © HNA/Schorn
 © HNA/Schorn
 © HNA/Schorn
 © HNA/Schorn
 © HNA/Schorn
 © HNA/Schorn
 © Tanja Temme
 © Tanja Temme
 © Tanja Temme
 © Tanja Temme
 © Tanja Temme
 © Tanja Temme
 © Tanja Temme
 © Tanja Temme
 © Tanja Temme
 © Tanja Temme
 © Tanja Temme
 © Tanja Temme
 © Tanja Temme
 © Tanja Temme
 © Tanja Temme
 © Tanja Temme
 © Tanja Temme
 © Tanja Temme
 © Tanja Temme
 © Tanja Temme
 © Tanja Temme
 © Tanja Temme

„Chronologisch wird beim Film nicht gearbeitet“, schmunzelt Regisseurin Katja von Garnier (unter anderem „Bandits“, 1997). Die Oscarpreisträgerin dreht nach Jahren in den USA mit „Ostwind“ wieder einen deutschen Spielfilm. Drei- bis viermal werden die Szenen im Schnitt wiederholt, ein Drehtag bringt etwa ein bis zwei Filmminuten. Am Set ist die Stimmung ruhig, jeder kennt seine Aufgabe. Nur der Aufnahmeleiter gibt kurze Anweisungen. Bis auf die Schauspieler müssen alle Anwesenden ganz still sein. Bis etwa 22 Uhr soll an diesem Tag noch gedreht werden, rund zwölf Stunden lang. Immer so, wie es das verregnete nordhessische Sommerwetter gerade zulässt.

HNA-Gespräch mit Jürgen Vogel:

Der 44-jährige Schauspieler Jürgen Vogel („Keinohrhasen“, „Good Bye, Lenin!“, „Fräulein Smillas Gespür für Schnee“) sagte im Interview mit unserer Zeitung, dass er noch im August versuchen werde, die documenta zu besuchen. „Ich war schon mal vor fünf Jahren dort“, sagte er. Kunstwerke kaufen, wie bei US-FilmstarBrad Pitt vermutet wird, will er aber nicht.

Kinder- und Jugendfilme bereiten dem fünffachen Vater viel Spaß. „Kinder sind ein sehr dankbares Publikum, weil sie viel ehrlicher und unbelasteter als Erwachsene sind“, meint Vogel. Auch mit Pferden zu drehen hat er kein Problem. „Reiten ist ein toller Sport und Pferde sind super Wesen. Meine Tochter hat auch eine Reitbeteiligung. Ich finde die Verantwortung, die Kinder beim Umgang mit Pferden lernen, sehr disziplinierend“, erzählt Vogel. (mso)

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren:
Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.