Bahnhofsneubau Hofgeismar ist eröffnet - mit vielen Besonderheiten

Schmuckstück zum Empfang

Hell und angenehm: Innen bietet das neue Kundencenter neben dem Fahrausweis- und Informationsschalter auch einen Imbissverkauf sowie einen beheizbaren Wartebereich mit Sitzplätzen.

Nach nur zehn Monaten Bauzeit und damit rechtzeitig vor Beginn des Hessentages ist der neue Hofgeismarer Bahnhof in Betrieb gegangen.

PDF der Sonderseite "Neuer Bahnhof in Hofgeismar"

Das Drei-Millionen-Euro-Projekt ist nicht nur ein „architektonisches Schmuckstück“, das wichtig für die Entwicklung der Stadt sein könne, wie es der Staatssekretär Matthias Samson bei der Eröffnung sagte, sondern signalisiert auch allen ankommenden Reisenden, dass sie willkommen sind in der Stadt, wie es Bürgermeister Markus Mannsbarth formulierte.

Zwölf Jahre, nachdem die Bahn AG ihren eigenen Fahrkartenschalter im alten Bahnhofsgebäude von 1848 aufgab und nach vier Jahren provisorischer Containerlösung ist das NVV-Kundenzentrum nun in einen großzügigen und modernen Neubau nach aktuellsten ökologischen Vorgaben umgezogen. Das Niedrigenergiegebäude aus Holz besitzt eine Fußbodenheizung, Wärmepumpe, Warmwasserbereitung nur bei Bedarf, Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung und eine Photovoltaik-Anlage, die zwei Einfamilienhäuser versorgen könnte und die Strom für den Eigenbedarf (zum Beispiel die nächtliche Parkplatzbeleuchtung) auch speichern kann.

Es gibt 70 Fahrradabstellplätze, davon 41 im Gebäude, teilweise in abschließbaren Boxen. Es ist ein Stellplatz für ein Elektro-Auto eingerichtet und in Kürze folgen noch sechs E-Bike-Ladestationen.

Ein neuer rollstuhlgerechter Aufzug ermöglicht nun zusammen mit dem zweiten Aufzug der Bahn AG das barrierefreie Erreichen des Mittelbahnsteigs. Ebenfalls angenehm und kundenfreundlich ist die großzügige Überdachung der Ein- und Ausstiegsbereiche und Übergänge zwischen Fahrzeugen und Bahnsteig.

Im Kundencenter gibt es nicht nur eine persönliche Beratung für Nah- und Fernverkehrsverbindungen sowie die Möglichkeit zum wettergeschützten Aufenthalt und zum Erwerb von Getränken und Imbissen, sondern auch – an der Bahnstrecke nach Kassel eine Seltenheit – öffentliche Toiletten.

Der sanierte Treppenaufgang zur Unterführung wurde verbreitert, verlängert, mit bequemeren Stufen und zwei Zwischenpodesten versehen.

Beteiligt am Bau waren fünf Firmen direkt aus Hofgeismar, acht aus dem 40-Kilometer-Umkreis sowie ausschreibungsbedingt weitere aus größerem Umkreis.

Mit dem Neubau wurde aus eine der hässlichsten Stellen der Stadt, einer Industriebrache, ein Vorzeigestück mit wesentlichen Verbesserungen für die Fahrgäste und für das Stadtbild. (tty)

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