Informationstag in der Herwig-Blankertz-Schule – 15 Fachbereiche stellten sich Jugendlichen vor

250 Schüler gingen ins Café Beruf

Interessieren sich für die Tätigkeiten bei der Bundeswehr: Moreen Hänisch, Jessica Stiewa, Sandra Sprenger und Jan-Luca Behrend. Ralf Wulze vom Karrierebüro Kassel hilft den interessierten Jugendlichen gern weiter. Foto: A. Fischer

Hofgeismar. Die Herwig-Blankertz-Schule in Hofgeismar hat einen Berufsinformationstag für Schüler veranstaltet. Rund 250 Schüler, darunter auch etwa 80 von der Gustav-Heinemann-Schule, konnten sich beim „Café Beruf“ an 15 Ständen über die verschiedenen Ausbildungssektoren wie Gesundheit, Handwerk, Technik und Verwaltung informieren. Neben der Bundeswehr, der Volkswagen-Akademie und Volunta sowie vielen anderen Institutionen war auch die Stadt Hofgeismar erstmals vertreten.

„Wir suchen die Unternehmen gezielt aus, es soll möglichst jeder Fachbereich vertreten sein. Zu den meisten Betrieben haben wir engen Kontakt wegen der Betriebspraktika der Schüler“, erklärt Sozialpädagoge Thomas Schulz. Die Informationsveranstaltung Café Beruf, die fast den ganzen Vormittag dauerte, soll den Schülern helfen, sich über die verschiedenen Ausbildgunsberufe zu informieren, erste Kontakte knüpfen zu können und ihre Fragen zu beantworten.

Viele der Schüler hätten kein unterstützendes Elternhaus, das in Sachen Berufswahl zur Seite steht. Deshalb haben die meisten Schüler nicht so ein Selbstvertrauen, bei einer bereits vorhandenen konkreten Berufsvorstellung alleine zu Betrieben zu gehen, um ihre Fragen zu stellen oder erste Eindrücke zu sammeln. In der Gruppe falle das vielen leichter und sie hätten weniger Hemmungen, auf die Menschen zuzugehen und sich über den Wunschberuf zu informieren, erklärt Schulz.

Bei einigen sei auch das schlechte Zeugnis ein Problem. das könne hemmen, eine Bewerbung an den gewünschten Betrieb zu senden. Ein Praktikum schaffe oft Abhilfe bei diesem Problem, der eigentlich auf dem Papier schlechte Schüler könnte sich in der Zeit im gewählten Betrieb durch sein Auftreten, soziale Kompetenzen, Teamfähigkeit und Engagement beweisen. Durch das Café Beruf profitierten die teilnehmenden Schüler also von potenziellen Praktikumsbetrieben und Informationen über verschiedenste Berufs- und Ausbildungsmöglichkeiten. Auch über Überbrückungsmöglichkeiten wie das freiwillige soziale Jahr konnten sich die vielen Interessierten informieren.

Auch für die Unternehmen selbst war die Veranstaltung von Nutzen. Tomasz Zlotosch von der Volkswagen Akademie sagt: „Wir möchten vor allem das Interesse der Schüler wecken, bei uns eine Ausbildung anzufangen. Außerdem sollen sich die Schüler auch über die speziellen Bewerbungsverfahren, die bei vielen Betrieben doch unterschiedlich sind, informieren können, um eine qualifizierte Bewerbung einreichen zu können.“ Als Paradebeispiel einer Frau in einem technischen Beruf war Industriemechanikerin Selin Ebner mit von der Partie. Sie wollte den Mädchen zeigen, dass auch Frauen durchaus in einer vermeintlichen Männerdomäne arbeiten können. (zaf)

Von Aline Fischer

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