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Schüler setzen sich für ein nachhaltiges Müllkonzept auf dem Schulhof ein

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Von: Josefin Schröder

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Neue Ideen für ein nachhaltiges Müllsystem: Schulleiter Fredy Zech (von links), Finn, Alexander, Rieke, Lehrerin Melanie Brechtken, Hanna und Mia.
Neue Ideen für ein nachhaltiges Müllsystem: Schulleiter Fredy Zech (von links), Finn, Alexander, Rieke, Lehrerin Melanie Brechtken, Hanna und Mia. © josefin schröder

Schönere und nachhaltigere Mülleimer mit einem Trennsystem wollen Schüler der Freiherr-vom-Stein-Schule in Immenhausen umsetzen. Mit ihren vielen Klimaschutzprojekten belegten sie Platz 1 beim Landkreis-Wettbewerb „Clever fürs Klima“.

Immenhausen – In der Freiherr-vom-Stein-Schule in Immenhausen spielen Klimaschutz und Nachhaltigkeit nicht nur im Unterricht, sondern auch in vielen Nachmittagsangeboten und sogar in einem gesonderten Ferien-Programm eine wichtige Rolle. Nun zeichnete der Landkreis die Schule als beste Schule in Sachen Klimaaktivitäten bei dem Wettbewerb „Clever fürs Klima“ aus.

„Das ist eine Bestätigung und vor allem eine Motivation noch mehr zu machen“, sagt die Lehrerin und Umweltbeauftragte der Schule, Melanie Brechtken. Umwelt und Klimaschutz sind ihre Herzensthemen. Schulleiter Fredy Zech beschreibt Brechtkens Funktion als eine „wichtige Ideen- und Koordinierungsstelle“, die es an jeder Schule geben sollte.

Klimawandel erlebbar machen

Zusammen mit ihren Kollegen versucht Brechtken auch bereits jüngeren Schülern komplizierte Themen wie erneuerbare Energien und Umweltkatastrophen näher zu bringen. Oft eignen sich dafür Experimente besonders gut. „Wir haben mal eine Landschaft nachgebaut, es mit Gießkannen regnen gelassen und so Erdrutsche nachgestellt – das war cool“, erinnert sich Mia aus der siebten Klasse.

In den Sommerferien konnten Schüler zudem von dem schuleigenen Imker alles über Bienen lernen und warum es wichtig ist, sie zu schützen. Anschließend erstellten sie Wachstücher aus dem Wachs aus dem Bienenstock an der Schule. „Die Tücher ersetzen Frischhalte- und Alufolie“, erklärt die 12-jährige Hanna.

Auch Fahrgemeinschaften, kollektives Müll aufsammeln, ein Schulwald sowie eine autofreie Woche gehören zu den Klimaschutzaktivitäten der Schule. Eine Solaranlage sorgt zudem für Strom. Laut dem Schulleiter sollen für einen Anbau weitere Anlagen zeitnah hinzukommen.

Während sich die jüngeren Schüler oft „noch als Teil eines Ganzes sehen und verantwortlich fühlen“, würden die älteren Schüler beim Thema Klimaschutz oft an Verzicht denken, sagt Brechtken. „Trotzdem sind alle Schüler sehr offen für die Projekte und steuern viele Ideen bei“, betont sie.

Bei der Frage, was sich die Schüler noch für ihre Schule wünschen, sind sich alle einig: Ein Mülltrennungssystem. Das würde nämlich noch fehlen. Der Schulhof sei an manchen Tagen voller Müll und die Mülleimer viel zu klein, berichtet Alexander, der in die zehnte Klasse der Freiherr-vom-Stein-Schule geht. Die Idee der Schüler, die grauen herkömmlichen Mülleimer durch schönere und bunte Behälter mit einem nachhaltigen Trennsystem auszutauschen, hat es mittlerweile bis auf Kreisebene geschafft. Die genaue Umsetzung wird diskutiert. Es sei durchaus ein Projekt, das für ganz Immenhausen interessant werden könnte. „Am Design wird gerade gearbeitet“, verrät Melanie Brechtken.

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