Auf dem Hofgeismarer Platz ist das gesamte Jahr über Betrieb

Sogar Kleinwagen an Bord - Wohnmobilfahren boomt

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Kommen immer wieder gerne nach Hofgeismar: Karin Höwler (von links), Monika Luschtinetz, Holger Meier, Klaus Hesse, Arno Waid- mann und Lothar Sauerland.

Hofgeismar. Während der Hofgeismarer Campingplatz zum Saisonende hin zunehmend weniger besucht wird, ist auf dem Wohnmobilplatz noch immer reichlich was los.

Kein Wunder, die fahrbaren Eigenheime sind stark im Kommen, es gibt immer mehr Neuzulassungen. „Ein vernünftiges Wohnmobil bekommt man schon ab 30.000 Euro auf dem Gebrauchtwagenmarkt“, sagt Holger Meier (Hamburg), der schon öfter mal auf dem Hofgeismarer Platz Halt machte. Dass es nach oben hin keine Grenzen gibt, ist natürlich klar. Da gibt es etwa Fahrzeuge, die eine Garage mit Kleinwagen mitführen und mit allem technischen Komfort ausgestattet sind.

„Wenn ich ein paar Tage zuhause bin, bekomme ich schon wieder so was wie Fernweh“, erklärt Arno Waidmann, der ebenfalls zu Gast im Dornröschenstädtchen ist. Wohnmobilfahren sei einfach Freiheit pur - denn er fährt einfach dort hin, wo es ihm gefällt und hält sich dort solange auf, wie er Lust hat. Auch Astrid Jordel möchte ihre fahrbares Haus nicht mehr missen. Obwohl die Norddeutsche stark gehbehindert ist, nutzt sie mit ihrem Ehemann jede Gelegenheit auf Tour zu gehen. „Im Wohnmobil ist der Weg das Ziel - und das ist das Schöne daran.“

Auf der Straße würden sie zwar oft nicht gerne gesehen, da sie nun mal reisen und nicht rasen, doch das sei ihr völlig egal. Bett, Sofa, Herd, Kühlschrank, Fernseher, Computer, Dusche und WC - eben fast alles, was man im Alltag benötigt, haben die Mobile an Bord. Vor allem Paare im gehobeneren Alter sind häufiger mit Wohnmobilen unterwegs, was wohl vor allem etwas mit der frei verfügbaren Zeit zu tun hat.

Obwohl Regina und Jörg Schildoroth noch berufstätig sind, möchten auch sie ihr Wohnmobil nicht missen: „Wir setzen uns am Freitag in unser Fahrzeug und düsen irgendwo hin, wie beispielsweise jetzt nach Hofgeismar.“ Wenn sie dann wieder zuhause seien, käme ihnen alles immer sehr groß vor, ihre Wohnung erscheine ihnen regelrecht riesig dann. Großen Luxus braucht man laut der beiden im Wohnmobil nicht, da man sowieso häufig draußen sei. Und: „Das Schöne an unserem Hobby ist, dass man auf jedem Stellplatz miteinander ins Gespräch kommt und neue Menschen kennen lernt.“ Und wenn das in Hofgeismar ist, dann ist auch der Name der Stadt positiv besetzt für die Zukunft – und ein Wiedersehen mit der Dornröschenstadt nicht ausgeschlossen. (zta)

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